Mit 32:20 holen die Wildcats den ersten Saisonsieg in der Handball-Oberliga. Trainer Frank Gehrmann freut sich und hebt einige Spielerinnen besonders hervor.
Frank Gehrmann war sichtlich zufrieden. „Das war schon sehr nah an dem, was ich mir vorstelle. Das ist der Handball, den wir spielen wollen“, sagte der Wildcats-Trainer nach dem 32:20-Sieg über die SG BBM Bietigheim, seinem ersten als Chef der Handballerinnen des SV Leonberg/Eltingen.
Gegen den etablierten Oberligisten, der ohne seine drittligaerfahrene beste Werferin Lena Vogt (19 Tore aus vier Spielen) auskommen musste, zeigte seine Mannschaft eine starke Leistung mit einer sicheren Abwehr und schnellen Gegenstößen nach Ballgewinnen und schlug die Gäste somit deutlich. „Heute waren alle gut“, lobte Gehrmann sein Team für die gute Mannschaftsleistung, einige Spielerinnen ließen sich dennoch hervorheben.
Torfrau Lani Gronwald glänzte mit starken Paraden und fand immer wieder mit schnellen, weiten Abwürfen Top-Werferin Anna Ulrich (ehemals Schmid). Die gelernte Rückraumspielerin Lily-Rose Thines, die ursprünglich Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln sollte, sprang für die früh mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselte Gina Stimmler auf Rechtsaußen in die Bresche und traf fünfmal.
Lob für Kreisläuferin Nika Baric
Besonders stachen für den Trainer aber zwei Wildcats hervor. Rückraumspielerin Alina Ridder habe offensiv „das Heft in die Hand genommen, das braucht diese junge Mannschaft. Sie hat in der Mitte die Fäden zogen, das Spiel gemacht“, schwärmte Gehrmann, ebenso wie über die aus seiner Sicht beste Spielerin des Abends, Kreisläuferin Nika Baric. „Nika war überragend“, lobte Gehrmann vor allem den Abwehreinsatz der 19-Jährigen. Ridder und Baric waren in der Defensive mit einem stabilen Innenblock ein wichtiger Faktor auf dem Weg zum ersten Sieg der Wildcats nach dem Aufstieg in die Oberliga, das Team habe gemeinsam „Abwehr gearbeitet“, meinte der Trainer.
Nach mehreren engen Spielen fühle sich dieser deutliche Sieg besonders gut an. Aus diesem Erfolg lässt sich für Gehrmann viel Positives mitnehmen: „Wir sehen, dass es geht und dass man auch in dieser Liga so spielen kann. Die Mannschaft sieht, dass sie es können, jede Einzelne kann diese Liga spielen.“ Die Handballerinnen können nun jedoch erstmal nicht weiterspielen, erst am 9. November steht das nächste Ligaspiel an. Bis dahin will Gehrmann mit der Mannschaft weiterhin an den bestehenden Verbesserungspotenzialen arbeiten und so die nächsten Erfolge holen. SV Leonberg/Eltingen: Kilper, Gronwald – Ulrich (9), Karwounopoulos (5), Lily-Rose Thines (5), Wolf (5), Baric (2), Ridder (2), Schmaderer (2), Berkemer (1), Klotz (1), Bergthold, Conzelmann, Stimmler, Lia Thines