Larissa Bürkle und ihre Mitspielerinnen finden nur selten eine Lücke im Abwehrverbund des TSV Ismaning. Foto: Günter Schmid

Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen verlieren in der Aufstiegsrunde zur dritten Liga ihr Heimspiel gegen den TSV Ismaning mit 23:29.

Die Enttäuschung war den Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen nach der Schlusssirene am Donnerstag ins Gesicht geschrieben. Denn nach der 23:29-Niederlage im Aufstiegsspiel gegen den bayerischen Regionalliga-Meister TSV Ismaning dürfte der Zug in Richtung dritte Liga für das Ensemble um die Spielführerin Maike Kienzlen abgefahren sein. Es war bereits die dritte Niederlage im vierten von sechs Aufstiegsspielen. „Wir müssen uns schon sehr dumm anstellen, wenn es jetzt mit dem Aufstieg nicht klappen sollte“, sagte derweil Ismanings Trainer Sebastian Scovenna. Seinem Team, dass noch drei Spiele zu absolvieren hat, reicht ein weiterer Erfolg, um vom HC nicht mehr überholt werden zu können. Denn selbst bei Punktgleichheit würde der direkte Vergleich für die Bayerinnen sprechen, die schon das Hinspiel mit 27:26 gewonnen hatten.

 

15 technische Fehler und nur 23 von 40 Würfen sind erfolgreich

Dass die Gastgeberinnen auch in der heimischen Schmidener Sporthalle am Donnerstag keinen Erfolg verbuchen konnten, hatte viel Gründe. Da war zum einen die Körpersprache, die von der ersten Minute an nicht erkennen ließ, dass das Team den Sieg unbedingt wollte. Da fehlten die Paraden der beiden Torfrauen Michelle Hoffrichter und Chantal Schmid, die zusammen gerade mal auf eine Quote von 18 Prozent gehaltener Bälle kamen. Da fabrizierten die Spielerinnen 15 technische Fehler und trafen bei 40 Würfen nur 23 Mal ins Netz. Im Angriffsspiel fehlte oft die Tiefe und die Schnelligkeit, im Abwehrverbund der Zugriff. Vor allem die Anspiele an die TSV-Kreisläuferin Nina Gottschalk (fünf Tore) wussten die HC-Spielerinnen nicht zu verhindern. Alles in allem war es zu wenig, was sie aufs Feld brachten, um in einem Aufstiegsspiel bestehen zu können. Zumal gegen einen Gegner, der vieles besser machte und der in der neunfachen Torschützin Alexandra Beckmann die erfolgreichste Werferin in seinen Reihen hatte. Symptomatisch auch für das Spiel des HC: jeder Ball, der frei auf dem Spielfeld lag, wurde von den Gästen erobert.

Fünf Minuten nach der Pause führte der TSV mit fünf Treffern

Kein einziges Mal in den 60 Minuten lag der HC in Führung, kein einziges Mal schafften die Spielerinnen den Ausgleich. Zwar betrug der Rückstand zur Pause beim 13:14 nur ein Tor, fünf Minuten nach Wiederanpfiff war der TSV dann aber bereits auf fünf Treffer davongeeilt (19:14). Der HC war damit bereits angezählt. Näher als auf drei Tore sollte das Team bis zur Schlusssirene dann auch nicht mehr herankommen.

Keine taktische Variante zeigte Wirkung

Dabei hatte die Co-Trainerin Anja Itterheim, die auf der Bank von ihrem ehemaligen eigenen Trainer Jürgen Krause unterstützt wurde – Sven Bühler war kurzfristig privat verhindert – einiges versucht, um dem Spiel vielleicht die entscheidende Wende zu geben. Doch weder das Spiel mit der zweiten Kreisläuferin, noch die enge Deckung an Kirsten Walter, die den TSV Ismaning im Hinspiel noch ins Schleudern gebracht hatte, zeigten die erhoffte Wirkung. Und in der Schlussphase brauchten die Spielerinnen dann einfach zu lang im Positionsangriff, um zum Abschluss zu kommen.

Das nächste Spiel bestreitet der HC Schmiden/Oeffingen am Samstag, 14. Juni, bei den SF Budenheim, ehe am 21. Juni das letzte Heimspiel gegen den bisher noch unbesiegten TuS Schutterwald folgt.

HC Schmiden/Oeffingen: Hoffrichter, Schmid – Bürkle (5), Kuhrt (5/4), Baur (4), Ehrhardt (3), Leukert (2), Gaiser (2), Hojczyk (1), Holthausen (1), Kirr, David, Epp, Kienzlen, Dehmel, Lutz.