Die ersatzgeschwächten Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen verlieren am Sonntagabend bei der Bundesliga-Reserve der Sport-Union Neckarsulm mit 32:37.
Die Enttäuschung ist am Sonntagabend bei den Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen groß gewesen. Denn nach den beiden Siegen zuvor in den Spitzenspielen gegen Frisch Auf Göppingen II und die HSG Stuttgarter Kickers/TuS Metzingen II, mit denen sich der HC-Verbund wieder eindrucksvoll und aussichtsreich im Kampf um die beiden ersten Plätze zurückgemeldet hatte, setzte es nun eine 32:37-Niederlage (18:22) bei der Bundesliga-Reserve der Sport-Union Neckarsulm. „Wir sind leider zu keiner Sekunde zu 100 Prozent ins Spiel gekommen“, sagt Anja Itterheim, die gemeinsam mit Jürgen Krause den Tabellendritten trainiert.
Zu viele technische Fehler und Fehlwürfe
Dabei hatten die Gäste durchaus starke Phasen. Wie in den rund zehn Minuten vor und nach der Pause, in der sie einen 9:16-Rückstand aufholten und auf 23:24 verkürzten. Auch beim 26:25 aus Sicht der siebtplatzierten Gastgeberinnen war der HC nah dran, dem Spiel eine Wende zu geben. „Leider haben wir es nie geschafft, den Bock umzustoßen“, sagt Anja Itterheim. Entweder schlichen sich in den entscheidenden Momenten Nachlässigkeiten in der Abwehr ein oder wurde vorn verworfen. Überhaupt war das Spiel des HC von vielen Fehlwürfen und technischen Fehlern geprägt. Da nütze es auch nicht viel, dass sich die Spielerinnen nie aufgaben und ihr Kämpferherz an den Tag legten.
Rote Karte für Anni Horn
Eine Vorentscheidung zugunsten der Gastgeberinnen fiel Mitte der zweiten Hälfte, als sie ihren Vorsprung wieder auf drei Tore ausbauten (28:25) – und Anni Horn mit der roten Karten nach einem vermeintlichen Foul an der bundesligaerfahrenen Trixi Hanak (sechs Tore) auf die Tribüne geschickt wurde. Sehr zur Verwunderung von Anja Itterheim, die mit dem Strafmaß nicht einverstanden war. Beide Spielerinnen standen im Rücken des Feldschiedsrichters. „Ich weiß nicht, was er gesehen hat“, sagt sie.
Kuhrt und Leukert fehlen
In der Schlussphase fehlte aber nicht nur der Teenager, der bis dahin stark gespielt hatte, sondern es wurden auch Sara Kuhrt und Linda Leukert vermisst, die beide verletzungsbedingt bis auf Weiteres zum Zuschauen verdammt sind. „Mit beiden hätten wir mehr Wechseloptionen gehabt“, sagt die HC-Trainerin. Außerdem hätte deren Erfahrung und Ruhe den Gästen sicherlich gutgetan.
Das nächste Spiel bestreitet der HC erst wieder am Samstag, 14. März, um 20 Uhr. Zu Gast in der Oeffinger Sporthalle ist dann die HSG Fridingen/Mühlheim.
HC Schmiden/Oeffingen: Schmid, Hoffrichter, Vivien David – Bürkle (9/2), Horn (7/5), Awad (4), Ehrhardt (4), Epp (3), Gaiser (3), Nicola David (2), Haase, Kienzlen, Markovic, Lutz.