Überragender Auftritt: HC-Kapitänin Linda Leukert trifft 13-mal. Foto: Archiv Günter Schmid

Die Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen gewinnen bei der TSG Haßloch mit 34:31 und haben selbst wieder Aufstiegschancen.

Nach dem 34:31-Sieg der Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen in der Aufstiegsrunde zur dritten Liga bei der TSG Haßloch musste auch der HC-Trainer Jürgen Krause erst einmal unter die Dusche. „Die Halle hat geglüht“, sagte er nach dem Coup seines Teams am Samstag. Während sich die Gäste nach der Partie vor den 500 Zuschauern jubelnd in den Armen lagen, waren die Gastgerinnen geknickt. Ihnen hätte ein Punkt gereicht, um in ihrem bereits letzten Aufstiegsspiel das Ticket für den Sprung nach oben zu lösen. Doch der HC-Verbund, angeführt von der überragenden Kapitänin Linda Leukert (13/3), hat der TSG Haßloch die Aufstiegsfeier versaut. Mit 7:5 Punkten muss diese jetzt auf eine Niederlage des HC (4:4) in dessen letzten beiden Spielen hoffen. Denn dieser hätte selbst bei Punktgleichheit das bessere Ende für sich – und damit auch den Aufstieg sicher –, weil er nach der 25:28-Heimspielniederlage beim jüngsten 34:31-Auswärtserfolg mehr Treffer in fremder Halle erzielt hat.

 

„Wir haben so gespielt, wie wir unter der Woche trainiert haben: richtig gut“, sagte Jürgen Krause, der diesmal ohne die auf einer Hochzeit weilende Trainerkollegin Anja Itterheim für das Coaching verantwortlich zeichnete. Zwar hatte die TSG den besseren Start erwischt (3:0), doch nach dem 5:5-Ausgleichstor von Nicola David (Krause: „Sie hat sensationell gespielt“) hat man den Gastgeberinnen die Nervosität augenscheinlich angemerkt. Beim 8:7 war der HC erstmals vorn, zur Pause führe er mit 15:13. Dies, obschon es die Gäste nicht geschafft hatten, das Tempospiel der TSG wie erhofft zu unterbinden. „Dafür haben wir aber ihr schlechtes Rückzugsverhalten gut ausgenutzt“, sagte Krause, der schon nach zehn Minuten zu einer personellen Umstellung gezwungen war. Weil die einzige Kreisläuferin Maike Kienzlen – Celina Epp war privat verhindert und Silke Lutz hatte sich kurzfristig krank gemeldet – bereits nach neun Minuten ihre zweite Zeitstrafe erhalten hatte, wurde sie hernach fast nur noch im Angriff eingesetzt und dort ab und an von der Allrounderin Marleen Gaiser ersetzt.

Der HC Schmiden/Oeffingen spielt mit der siebten Feldspielerin

Nach Wiederanpfiff bauten die Gäste, die von rund 25 Fans lautstark unterstützt wurden und diesmal eine deutlich bessere Trefferbilanz vorweisen konnten, ihren Vorsprung auf drei Tore aus (17:14). Doch die Gastgeberinnen ließen sich (noch) nicht abschütteln, gingen ihrerseits wieder in Führung. „Wir haben uns dann von der 40. Minute an getraut, im Angriff 7:6 zu spielen“, sagte Krause. Zwar traf die im Hinspiel überragende TSG-Schlussfrau Medina Martinovic einmal ins leere HC-Tor, ansonsten aber ging der Plan von Krause voll auf. „Die Mädels haben das richtig gut gemacht.“ Bis fünf Minuten vor Schluss war der HC, bei dem diesmal die Torfrau Michelle Hoffrichter das Duell mit ihren Gegenübern klar für sich entschied, mit zwei oder drei Toren vorn, in der 57. Minute beim 32:28 erstmals mit vier. Danach ließen sich die Gäste die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Orakel Peter Haisch hat das exakte Ergebnis schon vor der Busfahrt in Schmiden vorausgesagt. Foto: Susanne Degel

„Ich bin so was von stolz auf das Team“, sagte Jürgen Krause, der das exakte Ergebnis schon vor der Abfahrt mit dem Bus in Schmiden mitgeteilt bekommen hatte. Peter Haisch, Edelfan des Frauenteams und nun auch noch zuverlässiges Orakel, hatte den Trainer mit dem Satz begrüßt: „Wir gewinnen heute mit 34:31.“

   HC Schmiden/Oeffingen: Hoffrichter, Schmid – Leukert (13/3), Bürkle (9/1), Kuhrt (3), Kienzlen (2), Awad (2), David (2), Holthausen (1), Ehrhardt (1), Gaiser (1), Haase, Markovic,