Der HC-Trainer Sven Bühler will am Samstag über den ersten Sieg in der Aufstiegsrunde zur dritten Liga jubeln. Foto: Maximilian Hamm

Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen treffen am Samstag, 18 Uhr, im zweiten Aufstiegsspiel in Oeffingen auf die Sportfreunde aus Budenheim.

Die Enttäuschung war im ersten Moment groß. Mit 26:27 haben die Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen vor Wochenfrist das erste Aufstiegsspiel zur dritten Liga beim bayerischen Regionalliga-Meister TSV Ismaning verloren. Allerdings, sagt der HC-Trainer Sven Bühler, hat sich schon bald wieder eine positive Stimmung breit gemacht. Der Grund: in den letzten 20 Minuten der Partie haben die HC-Handballerinnen ihr Potenzial abgerufen und den 11:18-Rückstand beinahe noch in ein Erfolgserlebnis gedreht. „Diese Moral und den Kampfgeist muss man erst einmal aufbringen. Die Aufholjagd haben wir als sehr positives Zeichen in die Trainingswoche mitgenommen“, sagt Bühler.

 

Viel Zeit zum Grämen hatte der HC-Verbund um seine Spielmacherin Chiara Baur ohnehin nicht. Weil schon an diesem Samstag (18 Uhr, Sporthalle in Oeffingen) die zweite Aufstiegspartie gegen die Sportfreunde aus Budenheim ansteht, musste der Fokus schnell auf den kommenden Gegner gelegt werden. Zumal auf die Gastgeberinnen gegen den Meister der Regionalliga Südwest, der sich mit zwei Punkten Vorsprung gegen die HSG DJK Marpingen-SC Alsweiler den Liga-Titel gesichert hat, ein ganz anderer Gegner wartet. „Die Budenheimerinnen stehen sehr defensiv und sind vor allem darauf bedacht, den Gegner in schlechte Wurfpositionen zu bringen“, sagt Bühler. Im Angriffsspiel des Teams um die seit dem vergangenen Sommer verantwortliche Trainerin Nikoletta Nagy („Wir wissen, dass wir auch in der Aufstiegsrunde gegen alle mithalten können.“) ragt hingegen die linke Rückraumspielerin Jona Reese heraus, die auch für die meisten Treffer der Budenheimerinnen verantwortlich zeichnet. Im ersten Aufstiegsspiel, das die Sportfreunde daheim gegen den TuS Schutterwald mit 28:33 verloren haben, erzielte sie sieben Tore.

Achtung vor dem guten Kreisläuferspiel

Frühzeitig unterbinden müssen die HC-Spielerinnen zudem das gute Zusammenspiel der Rückraumspielerinnen mit den Kreisläuferinnen. „Da werfen sie viele Tore“, sagt Bühler, der den Gegner per Videostudium analysiert hat. Gegen den TuS Schutterwald hat die Kreisläuferin Dorina Nahm achtmal getroffen. Das sollte Warnung genug sein.

Die zweite Welle gut umsetzen

Wichtiger aber sei es – bei allen Stärken und Schwächen des Gegners – das eigene Spiel durchzuziehen. Am Samstag in der Oeffinger Sporthalle am besten von der ersten Minute an und nicht erst in den letzten 20 Minuten. „Wenn wir unsere zweite Welle gut umsetzen, kann uns kaum ein Gegner verteidigen“, sagt der HC-Trainer, der personell wohl aus dem Vollen schöpfen kann. Einzig Linda Leukert wird wiederum nur als Zuschauerin auf der Ersatzbank Platz nehmen. Erfreulich indes, dass die Rückraumspielerin nach ihrem im März erlittenen Riss am Schienbeinkopf jüngst wieder in der Halle stand, ihren Mitspielerinnen den Ball zugepasst und auch schon ein paar Mal selbst aufs Tor geworfen hat. „Sie ist schon fitter, als wir gedacht hatten“, sagt Bühler.