Starkes Spiel: Chiara Baur trifft in Ismaning neunmal. Foto: Günter Schmid

Der Auftakt ist missglückt. In der Aufstiegsrunde zur dritten Liga haben die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen mit 26:27 beim TSV Ismaning verloren.

Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen sind am Sonntagnachmittag mit einer Niederlage in die Aufstiegsrunde zur dritten Liga gestartet. Das Team um den Trainer Sven Bühler musste sich in der Isarena dem gastgebenden TSV Ismaning vor knapp 250 Zuschauern denkbar knapp mit 26:27 (9:12) geschlagen geben. „Wir haben 40 Minuten lang einfach schlecht gespielt“, sagte Bühler. In diesem Zeitraum waren dem HC lediglich elf Tore gelungen. „Das ist und kann nicht unser Anspruch sein.“

 

Alle HC-Spielerinnen sind in der ersten Hälfte von der Rolle

Zwar waren die Gäste mit Toren von Silke Lutz (1:0) und Hanna Hojczyk (2:1) zunächst zweimal in Führung gegangen, danach aber drehte der bayerische Regionalliga-Meister, der die offizielle Runde mit 44:0 Punkte absolviert hatte, das Spiel zu seinen Gunsten und führte zur Pause mit 12:9. Bühler hatte bereits beim Stand von 5:8 auch Sicht seines Teams (15. Minute) eine Auszeit genommen und noch einmal mehr das Angriffsspiel in die Tiefe gefordert. Eine Ansage, die allerdings schnell wieder verpuffte. Den Gästen fehlte die Leichtigkeit im Angriff, auch das druckvolle Spiel ließen sie vermissen. „Alle waren irgendwie von der Rolle“, sagte der HC-Trainer.

Der HC-Verbund zeigt nach dem 11:18 Moral

Daran änderte sich auch nach der Pause zunächst nichts. Und so lag der HC nach 40 Minuten mit 11:18 im Hintertreffen. Die mitgereisten HC-Fans fürchteten bereits das Schlimmste. Doch einmal mehr bewies das Team um Kapitänin Maike Kienzlen Moral. Angeführt von Spielmacherin Chiara Baur, die sechs ihrer neun Feldtore im zweiten Spielabschnitt erzielte, sowie Larissa Bürkle, die ebenfalls sechsmal in den zweiten 30 Minuten traf, holte der HC Tor um Tor auf und schaffte in der 57. Minute mit einem Treffer von Sara Kuhrt zum 26:26 erstmals wieder den Ausgleich. „Uns ist hinten raus etwas die Luft ausgegangen. Unsere Fehlerquote ist richtig nach oben gegangen. Dadurch haben wir den Gegner wieder zurück ins Spiel gebracht“, sagte Ismanings Trainer Sebastian Scovenna. Überdies hätten sich seine Spielerinnen von der enge Deckung an Rückraumspielerin Kirsten Walter (mit acht Tore die erfolgreichste Werferin der Gastgeberinnen), die Bühler angeordnet hatte, verunsichern lassen.

Bühler hadert mit einer Schiedsrichterentscheidung

Das Siegtor für den TSV fiel 38 Sekunden vor der Schlusssirene. Sehr zum Unmut von Bühler, der zuvor einen Pfiff der Unparteiischen vermisst hatte. Eine Ismaningerin hatte in der Abwehr den Ball an den Fuß bekommen, was nicht geahndet wurde. Der TSV gewann den Ball und traf zum 27:26. Die Chance zum neuerlichen Ausgleich konnte der HC hernach nicht nutzen. „Schade“, sagte Bühler. „Es wäre deutlich mehr drin gewesen, wenn wir von Anfang an unsere Leistung abgerufen hätten.“

Das nächste Spiel der Aufstiegsrunde bestreitet der HC Schmiden/Oeffingen am kommenden Samstag, 18 Uhr, in der Oeffinger Sporthalle gegen die SF Budenheim, die gestern ihr Heimspiel gegen den TuS Schuterwald mit 28:33 verloren haben.

    HC Schmiden/Oeffingen: Hoffrichter, Schmid – Baur (9), Bürkle (7), Hojczyk (4), Lutz (2), Kuhrt (2/1), Ehrhardt (1), Holthausen (1), Kirr, Haase, David, Gaiser, Kienzlen, Dehmel, Matziol.