Jan Döll und die Lurchis sind bereit für das Derby. Foto: Peter Mann

Kornwestheims Coach Alexander Schurr erwartet am Sonntag gegen den Tabellensiebten TV Neuhausen/Filder 1898 ein torreiches Derby.

Derby-Time heißt es auch für die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim: Am Sonntag um 17 Uhr empfangen die Lurchis den TSV Neuhausen/Filder 1898 in der Osthalle. „Wir freuen uns sehr auf das Derby“, sagt Kornwestheims Cheftrainer Alexander Schurr. Die spielfreie Woche habe seiner Mannschaft gutgetan: „Die Pause hat uns geholfen, Kräfte zu tanken.“ Wie gut, wird sich dann am Sonntagabend zeigen. Der Gastgeber befindet sich aktuell in starker Form und ist bereits seit Mitte Oktober ungeschlagen – selbst die Weihnachtspause konnte den Tabellenführer nicht stoppen.

 

Nach Remis im Hinspiel soll jetzt ein Sieg her

Mit Neuhausen kommt allerdings ein Gegner, gegen den die Kornwestheimer in der Vergangenheit regelmäßig enge, vor allem aber sehr torreiche Derbys bestritten haben. Beide Teams setzen nämlich auf Tempohandball. Das Hinspiel auf den Fildern endete mit 37:37 – ein Spiel, in dem für Kornwestheim aber durchaus auch ein Sieg möglich gewesen wäre. Der Fokus liegt nun aber voll auf der Gegenwart. „Wir schauen wie immer auf uns und unser Spiel“, betont Schurr. Neuhausen steht mit 23:15 Punkten auf Rang sieben. Im Angriff der Gäste hebt Schurr vor allem Tobias Haag im rechten Rückraum sowie Spielmacher Lukas Fischer hervor. „Es ist eine tolle Mannschaft, von der ein Großteil schon in der vergangenen Saison zusammengespielt hat“, sagt der Trainer. Entsprechend konstant präsentieren sich die Gäste auch in dieser Runde.

Neu im Team der MadDogs ist der Schweizer Kreisläufer Rohat Sahin. Trotz seiner erst 23 Jahre bringt er bereits viel Erfahrung mit. In der Jugend lief er für die HSG Konstanz auf, spielte später auch in der damaligen Bundesliga-Reserve in der Baden-Württemberg-Liga und wechselte anschließend zur MT Melsungen, wo er zehn Bundesligaeinsätze sammelte.

Rohat Sahin bringt Härte in Neuhauser Abwehr

Nach Stationen bei den Kadetten Schaffhausen und Wacker Thun verstärkt er nun Neuhausen. Sahin bringt vor allem viel Härte in den Neuhauser Abwehrverbund. Mit sieben Gelben Karten und einer Roten Karte steht er aktuell auf Rang drei der Karten-Strafstatistik – unter den Top 20 befindet sich kein Kornwestheimer Spieler. Die Voraussetzungen für ein intensives Derby sind also gegeben. „Wir würden uns sehr freuen, wenn viele Jugendspieler und auch junge Fans beim frühen Sonntagsspiel dabei sind und uns unterstützen“, sagt Schurr.