Im Auftrag des Tiefbauamts wird das Gewässer in Weilimdorf von Mitte September bis Ende Oktober entschlammt. Spaziergänger müssen in dieser Zeit auf Teile des Naturidylls verzichten.
Der Lindenbachsee am Ortsrand von Weilimdorf ist ein künstlich angelegtes Hochwasserrückhaltebecken, das durchgehend mit Wasser gefüllt ist und zudem Rückhaltevolumen für den Hochwasserschutz bietet. Spaziergänger, die täglich rund um das kleine Idyll unterwegs sind, müssen in den kommenden Wochen jedoch mit Bauarbeiten und Sperrungen rechnen. Im Auftrag des Tiefbauamts wird von Mitte September bis voraussichtlich Ende Oktober das knapp 0,5 Hektar große Gewässer zum Teil von Schlamm befreit.
Schlammschicht am Grund
Der Grund: In den vergangenen Jahren hat sich eine größere Schlammschicht am Grund des kleinen Sees aufgebaut, dessen Namensgeber der gut elf Kilometer lange Lindenbach ist. Diese Schicht verringert aufgrund von sauerstoffzehrenden Abbauprozessen im Wasser die Wasserqualität und hat somit negative Auswirkungen auf die im Wasser lebenden Tiere. Durch die Entschlammung soll die ökologische Situation verbessert und zugleich die Funktion als Hochwasserrückhaltebecken sichergestellt werden.
See muss nicht abgepumpt werden
Für diese Maßnahme muss der See jedoch nicht abgelassen werden. Der Schlamm wird abgepumpt, in einer mobilen Entwässerungsanlage behandelt und zur Entsorgung abtransportiert. Laut Tiefbauamt soll etwa ein Drittel des Schlamms zum Schutz der Gewässerökologie im See belassen werden.
Während der Arbeiten wird die Lindenbachstraße im hinteren Bereich halbseitig gesperrt. Die Wege der Grünanlage am südlichen Rand des Sees werden dann auch nicht benutzbar sein.