In der Stadthalle Kirchheim können keine Veranstaltungen stattfinden. Foto: Stadt Kirchheim

Die Stadt Kirchheim (Kreis Esslingen) reagiert auf das Ergebnis einer erneuten Schadstoffmessung. Unklar ist, wie es nun weitergeht.

Die Stadthalle Kirchheim ist mit sofortiger Wirkung bis auf Weiteres erneut geschlossen. Das teilte die Stadtverwaltung an diesem Freitag mit. Grund dafür ist eine zu hohe Schadstoffbelastung durch Asbest. Das Material gilt als gesundheitsgefährdend, es kann Krebs verursachen.

 

Wie das Rathaus informiert, hat eine freiwillig veranlasste Schadstoffmessung Ende Januar ergeben, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für Asbest in der Stadthalle überschritten wurden. Darauf reagiert die Verwaltung konsequent: „Ich finde es äußerst bedauerlich, dass nach so kurzer Zeit eine erneute Schließung erforderlich ist. Der Gesundheitsschutz hat für uns jedoch oberste Priorität und lässt keine Kompromisse zu“, sagt Oberbürgermeister Pascal Bader.

Asbest in der Decke des Foyers der Kirchheimer Stadthalle

Die Stadthalle im Teck-Center Kirchheim war seit Sommer vergangenen Jahres wegen Sanierungsarbeiten zur Verbesserung des Brandschutzes und der Sicherheit geschlossen. Diese sollten eigentlich schon im September beendet sein. Sie zogen sich jedoch laut der Stadtverwaltung „durch nicht vorhersehbare Entwicklungen“ bis Ende vergangenen Jahres hin: Bei der Beseitigung eines Brandschadens in der Decke des Foyers war Asbest zum Vorschein gekommen.

Im Dezember wurde nach Mitteilung der Stadt im Rahmen der nach einer Asbestsanierung gesetzlich vorgeschriebenen Schadstoffmessung festgestellt, dass Grenzwerte eingehalten werden. Auf dieser Grundlage wurde die Stadthalle im Januar wieder geöffnet. „Die nun zusätzlich durchgeführte Messung im Probebetrieb hat jedoch zu einem anderen Ergebnis geführt“, informiert die Verwaltung. Deshalb wird die Stadthalle erneut geschlossen. Das weitere Vorgehen steht noch nicht fest.

Veranstaltungen, die in der Stadthalle geplant waren, werden in alternative Veranstaltungsräumlichkeiten verlegt, soweit dies möglich ist, heißt es weiter. Die Besucher werden rechtzeitig über den jeweiligen Ortswechsel informiert – über die Veranstalter selbst, aber auch über die Internetseite der Stadt Kirchheim. „Die Stadtverwaltung bedauert die damit verbundenen Unannehmlichkeiten und bittet um Verständnis.“