Und am Ende doch wieder er. Holzhausens Janik Michel sorgte mit seinem Last-Minute-Tor für Weilimdorfer Kopfschütteln. Foto: imago/Markus Ulmer

Der Verbandsliga-Aufsteiger unterliegt in Holzhausen trotz guter Leistung und zwei Spielercomebacks unglücklich mit 0:1. Ein Gegenspieler sorgt für schlussendliches Kopfschütteln.

Am Ende war Kopfschütteln. „Unfassbar“, lautete der Kommentar des Trainers Oliver Stierle. Da hatten seine Verbandsliga-Fußballer des TSV Weilimdorf 94 Spielminuten lang kämpferisch alles in die Waagschale geworfen. Ja, zwischendurch schnupperten sie sogar am Auswärtscoup und wankte der gegenüberstehende Meisterschaftsmitfavorit. Und dann das! Eine der letzten Aktionen der Begegnung, Gegentor, null Punkte. „Wir haben einen Riesenaufwand betrieben, stehen aber mit leeren Händen da“, sagt Stierle nach dem unglücklichen 0:1 beim FC Holzhausen.

 

Der letztlich entscheidende Unterschied: Der Gegner hat halt einen Janik Michel. Wie schon so oft wurde der Topscorer und amtierende Torschützenkönig der Liga auch diesmal wieder zum Matchwinner. „Ein Phantom. Man hat ihn das ganze Spiel über kaum gesehen, aber dann ist er aus dem Nichts da und macht das Tor“, merkt Stierle halb stöhnend, halb anerkennend an. Aus einem Strafraumgewühl heraus schlug der 33-Jährige schließlich zu. Insgesamt steht er nun bei 233 Treffern aus 211 Punktspieleinsätzen für seinen Verein.

Demgegenüber durften die Weilimdorfer mit drei eigenen Angriffsszenen hadern. So klatschte Andrew Addos 20-Meter-Schuss nur gegen den Pfosten. Und zweimal forderten Stierle und die Seinen einen Elfmeter, verweigerte der Schiedsrichter aber einen Pfiff. Zu Fall gekommen waren Samir Genc beziehungsweise Bastian Joas. Letzterer feierte ebenso wie Enis Küley nach einer mehrwöchigen Verletzungspause sein Comeback. Beide, Kapitän und Vizekapitän, kamen als Einwechselspieler zum Zug. Küley ersetzte Maximilian Wojcik, nachdem jener einen Schlag aufs Knie erhalten hatte.

In der ersten Hälfte agierte der Aufsteiger noch abwartend. Mit einer kompakten Defensive ließen die Gäste wenig zu. Dann wurden sie mutiger. „Man hat gesehen, dass wir uns in der Liga vor niemand verstecken müssen“, sagt Stierle. Auch wenn das aktuelle Ende ein bitteres war.

Weilimdorfer „Spieler des Spiels“

Enis Küley (Nominierungen: 1). Starkes Comeback des Spielgestalters nach einer zuletzt weiteren dreiwöchigen Verletzungspause. Der Akteur, der in der zweiten Hälfte auf Weilimdorfer Seite das Heft in die Hand nahm.

FC Holzhausen: Hauser – Haug, Schäuffele, Leitao Gurgel, Müller – Schuon (73 Wolf) – Seeger (37. Zogu), Skoda (78. Hayer), Djermanovic, Vogt (87. Harachasch) – Michel (90.+5).

TSV Weilimdorf: Barisic – Zinram-Kisch, Sadikovic, Milenkovic – Scarcelli, Genc (85. Ural), Wojcik (36. Küley), Addo – Fara (90. Kugiumtzidis), Offei (63. Joas), Berretta (56. Baierle).