Die 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Steinbach Haiger schmerzt den SGV Freiberg vor dem Spitzenspiel am Mittwoch gegen die SG Sonnenhof Großaspach doppelt.
Generalprobe verpatzt, die Ausgangslage weiter verschlechtert: Der SGV Freiberg hat vor dem Spitzenspiel am kommenden Mittwoch gegen die SG Sonnenhof Großaspach einen weiteren Rückslag erlitten. Am Samstag unterlag der Tabellenzweite der Fußball-Regionalliga im Wasenstadion dem TSV Steinbach Haiger mit 1:3.
Dabei starteten die Gastgeber, die noch vor zwei Wochen die Tabelle anführten, zunächst deutlich besser in die Partie. Schon nach vierzig Sekunden hatte Mario Kehl-Gómez nach einem Freistoß von Leon Petö die vermeintliche Führung erzielt. Der Freiberger Kapitän stand bei seinem Kopfball jedoch im Abseits. Meghon Valpoort erzielte in der vierten Minute dann aber die tatsächliche Führung. Der Angreifer aus Curaçao setzte sich nach einem weiten Pass robust, aber fair gegen Verteidiger Lukas Näpflein durch und erzielte die 1:0-Führung. „Danach kannst du das Spiel killen. Wir hatten drei, vier riesige Möglichkeiten, spielen diese aber einfach schlecht aus“, ärgert sich der Freiberger Trainer Kushtrim Lushtaku. Unter anderem Petö (19.) und Kehl-Gomez (23.) scheiterten in der starken Anfangsphase frei vor dem Tor an Torhüter Kevin Ibrahim. „Wir müssen in der ersten Hälfte den Deckel draufmachen“, stellt Lushtaku klar.
Stattdessen kamen die Gäste besser in die Partie. Kurz vor der Pause rutschte Petö in einen Schuss von Ole Käuper und blockte den Ball mit der Hand. Schiedsrichter Veron Besiri zeigte folglich auf den Elfmeterpunkt. Den Strafstoß verwandelte Käuper zum 1:1 (42.). Der in der 30. Minute für den an der Ferse verletzten Julian Kudalla eingewechselte Minos Gouras hätte in der Nachspielzeit beinahe die erneute Führung erzielt. Sein Schuss sprang jedoch an beide Innenpfosten, ehe Keeper Ibrahim den Ball sichern konnte.
In der Halbzeitpause veränderte Lushtaku seine Innenverteidigung und brachte Florian Ballas für Mehdi Hetemaj. „Ich wollte mehr Wucht in den Standardsituationen“, erklärt Lushtaku. Der Plan ging jedoch nicht auf, denn die Freiberger erspielten sich in der zweiten Hälfte kaum Standardsituationen und luden stattdessen die Gäste immer wieder zu Kontern ein. So war es der TSV Steinbach Haiger, der in der 66. Minute in Führung ging. Käuper bediente nach einem kurz und schnell ausgeführten Eckball Jonas Singer, der zum 2:1 einschoss. Nachdem Gouras den Ball kurz darauf nicht im Tor unterbringen konnte (70.), waren es erneut die Gäste, die eiskalt zuschlugen. Eros Dacaj traf im Nachschuss unter die Latte (80.). In der Schlussphase drängte Freiberg noch einmal nach vorn. Kehl-Gómez per Fallrückzieher (87.) und Valpoort per Kopf (90.) hatten noch gute Möglichkeiten, es blieb jedoch beim 1:3. „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft nicht zufrieden, es hat der unbedingte Wille gefehlt, das Spiel gewinnen zu wollen“, konstatiert Lushtaku.
Lushtaku hat vor dem Spitzenspiel Vertrauen in seine Mannschaft
Da Großaspach bei Bayern Alzenau mit 4:1 gewann, beträgt der Rückstand des SGV Freiberg nach der zweiten Niederlage in Folge vor dem direkten Aufeinandertreffen nun drei Punkte. „Ich habe Riesenvertrauen in die Mannschaft, dass wir das Spiel am Mittwoch gewinnen und alles offen für die Meisterschaft ist“, blickt Lushtaku voraus.