Der SGV Freiberg, Vizemeister der Fußball-Regionalliga, verliert das letzte Spiel im Wasenstadion gegen den SV Sandhausen mit 1:2. Kommende Saison ist das Heilbronn die neue Heimat.
Der SGV Freiberg hat sich mit einer Niederlage aus dem Wasenstadion verabschiedet. Im letzten Regionalligaspiel im Freiberger Stadion verlor der Vizemeister gegen den SV Sandhausen mit 1:2.
Alle drei Treffer fielen bereits in der ersten Hälfte. Die Gastgeber waren stürmisch gestartet und hatten bereits nach zwei Minuten zur Führung getroffen. Matt-Brahan Zie drückte den Ball nach Vorlage von Jacob Engel nur noch über die Linie.
In der 6. Minute stand Engel erneut im Mittelpunkt: Der Linksverteidiger grätschte im Strafraum Sandhausen Louis Kolbe um und verursachte damit einen Strafstoß. Diesen verwandelte Kapitän Pascal Testroet sicher zum Ausgleich (8.). Bereits beim 1:0-Hinspielsieg des SV Sandhausen hatte der ehemalige Zweitliga-Stürmer vom Punkt aus getroffen.
Über die Entscheidung von Schiedsrichter Nabil Benazza war Freiberg-Trainer Kushtrim Lushtaku nach der Partie noch immer verärgert: „Das ist in 100 Jahren kein Elfmeter.“ Es sei nicht das erste Mal in dieser Saison, dass gegen sein Team eine fragwürdige Entscheidung getroffen wurde, merkt der Coach an.
Seine Mannschaft ließ sich davon zunächst jedoch nicht beirren. Im direkten Gegenzug bot sich den Freibergern die Chance zur erneuten Führung: Paul Polaukes Flugkopfball nach einem Freistoß von Marius Köhl verfehlte das Tor in der 10. Minute nur knapp. Stattdessen waren es die Gäste, die in Führung gingen und das Spiel damit drehten. Phil Halbauer flankte von links auf Marvin Schulz, der völlig unbedrängt ins leere Tor einschob (25.). „Wie wir das wegverteidigen, ist nicht gut. Wir verlassen uns aufeinander und am Ende hat keiner Zugriff“, kritisiert Lushtaku.
Nach der Pause allerdings lief der SGV Freiberg leicht verändert auf und drückte auf den Ausgleich. Doch keiner der vielen Eckbälle führte zum Erfolg. Erst war Hetemaj nach einer Kopfballverlängerung von Maghon Valpoort einen Schritt zu spät, dann rauschte ein Fallrückzieher von Henrick Selitaj knapp vorbei (56.). In der 73. Minute parierte SVS-Torwart Lukas Schneller einen verdeckten Schuss von Tim Niklas Pietzsch und bei einer Flanke von Selitaj rutschte Valpoort um Haaresbreite am Ball vorbei (75.). „Bei uns hat der letzte Wille gefehlt, unbedingt das Tor machen zu wollen“, bemerkt der Freiberger Trainer.
„Wenn du immer nachgibst, kannst du nicht Meister werden“
Die Partie spiegle die gesamte Saison wider, sagt der Coach. Zwischenzeitlich hatte der SGV Freiberg als Tabellenführer zehn Punkte Vorsprung, hatte aber letztlich nach einem schwachen Schlussspurt das Nachsehen gegen die SG Sonnenhof Großaspach. „Wenn du immer wieder nachgibst und dir alles gefallen lässt, dann kannst du auch nicht Meister werden“, konstatiert Lushtaku.
Kommenden Samstag tritt der SGV Freiberg im letzten Saisonspiel beim FC Bayern Alzenau an. In der kommenden Saison trägt der Freiberger Regionalligist dann seine Heimspiele im Heilbronner Frankenstadion aus. Im Wasenstadion sammelten die Freiberger in dieser Runde 33 Punkte und waren damit das zweitbeste Heimteam der Liga. Der Abschied aus der langjährigen Heimspielstätte bleibt jedoch ein enttäuschender.
SGV Freiberg: Eljuga – Bradara (46. Pietzsch), Polauke (76. Ballas), Hetemaj, Engel – Kehl-Gomez, Laupheimer – Zie (46. Selitaj), Köhl (86. Kuranyi)– Valpoort, Grobelnik (46. Gouras). SV Sandhausen: Schneller – Kolbe, Osee, Kwabe Schulz, Gipson – Outman, Krauße – Mamutovic (60. Ramsak), Marvin Schulz (76. de Meester), Halbauer (90. Akmestanli) – Testroet (90. Wimmer).