Die Pleidelsheimer, hier mit Mats Tutsch (rechts) waren lange Zeit gut im Spiel, mussten sich aber doch geschlagen geben. Foto: Baumann/Rahn

Nach der 3:6-Heimniederlage gegen die Sport-Union Neckarsulm geht es für den Landesligisten nach drei Jahren wahrscheinlich zurück in die Bezirksliga Enz/Murr.

Der Abstieg des GSV Pleidelsheim aus der Fußball-Landesliga wird immer wahrscheinlicher. Nach der 3:6-Niederlage am Freitagabend gegen die Sport-Union Neckarsulm sieht GSV-Trainer Marcus Wenninger noch „7,5 Prozent Wahrscheinlichkeit“ auf Erreichen des Relegationsplatzes. Vermutlich werden die Gelb-Schwarzen in der kommenden Saison wieder in der Bezirksliga spielen.

 

Dabei waren die Pleidelsheimer im Heimspiel gegen Neckarsulm keineswegs chancenlos. In einem „wilden Spiel“ (Wenninger) hatten die Gastgeber zunächst mehr Spielanteile und gingen durch Jan Schlipf mit 1:0 in Führung (12.). In der einzigen Schwächephase der ersten Hälfte kassierten die Platzherren jedoch zwei Tore binnen zwei Minuten. Manuel Mahr (15.) und Nils Rein (17.) brachten die Gäste zwischenzeitlich in Führung. „Wir haben das Spiel aber wieder an uns gezogen und haben zur Halbzeit zurecht 3:2 geführt“, so Marcus Wenninger. Kevin Sirch (36.) und Robin Bender (45.+3) sorgten für die Treffer.

Wie in mehreren Begegnungen zuvor bewiesen die Pleidelsheimer, dass sie auch mit deutlich besser platzierten Gegnern auf Augenhöhe mithalten können. Allerdings gelang es ihnen auch diesmal nicht, die Punkte zu Hause zu behalten. Nach dem Seitenwechsel waren Möglichkeiten für einen vierten GSV-Treffer gegeben. Stattdessen glichen die Neckarsulmer zunächst durch Rein aus (59.), ehe sie durch Mattia Trianni mit 4:3 in Führung gingen (77.). In der verbleibenden Spielzeit setzten die Pleidelsheimer alles ins Spiel nach vorne und kassierten zwei weitere Tore nach Kontern. Trianni (79.) und Fatlum Maliqi (88.) waren für die Sport-Union zum 6:3-Endstand erfolgreich.

Keine Niederlage mehr erlaubt

Zwar ist der Relegationsplatz trotz der Niederlage theoretisch noch erreichbar, doch hat die Spvgg Satteldorf bei zwei noch ausstehenden Spielen mit drei Punkten Vorsprung und dem deutlich besseren Torverhältnis einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Wenninger-Team. Die Pleidelsheimer dürfen also keines der verbleibenden beiden Partien beim TSV Heimerdingen und auswärts beim TV Oeffingen verlieren, um die Chance auf den Ligaerhalt zu wahren. Zudem darf Satteldorf weder beim TV Oeffingen noch gegen die TSG Öhringen gewinnen.

Ansonsten muss man sich beim GSV mit dem Gedanken anfreunden, nach drei Jahren in der Landesliga nun wieder eine Klasse tiefer auf Punktejagd zu gehen. Bereits vor Monaten haben die Verantwortlichen des GSV aber bereits die Weichen für die Zukunft gestellt. Auch in der Bezirksliga würde Marcus Wenninger das Team trainieren. Es ist zudem davon auszugehen, dass auch ein Großteil des Kaders auch bei einem Abstieg zusammen bleiben würde.

GSV Pleidelsheim: Lück – K. Sirch, Tränkle (25. Divkovic), Weindl – Schlipf (23. Tutsch), Bender, Pfeiffer, Slawig (71. Ranzinger),Vejselovic (79. Hachmann), Porubek(71. Lang) – P. Sirch.