Die SKV Rutesheim schlug am vergangenen Freitag im Derby den SV Leonberg/Eltingen: Die SKV-Spieler Auron Hadergionaj (li.) und Hannes Obert nehmen den Eltinger Fabian Kern (Mi.) in die Zange. Foto: Andreas Gorr

Der TSV Heimerdingen muss in der Fußball-Landesliga in Oeffingen ran, der SV Leonberg/Eltingen reist zum SV Kaisersbach – beide Teams wollen den ersten Sieg 2026 einfahren.

Vier Niederlagen in Folge mit nur einem Treffer haben Aufsteiger SV Leonberg/Eltingen auf Rang zehn abrutschen lassen. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt zwar stolze sieben Zähler, dennoch mahnt SV-Trainer Robert Gitschier an, dass seine Mannschaft endlich wieder punkten müsse. „Wir lassen uns nicht verrückt machen, aber die Teams im Tabellenkeller haben zum Rückrundenauftakt gut gepunktet“, bemerkt der Coach.

 

Der SV Kaisersbach ist zuletzt leer ausgegangen, was bei Gitschier keine positiven Gefühle auslöst. „Kaisersbach steht unter Druck“, glaubt er. Ein zweiter Aspekt soll seiner Mannschaft Ansporn sein, die Begegnung am Sonntag (15 Uhr) beim SV nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: „Zu Hause ist Kaisersbach viel stärker. Auf dem engen Platz gibt es viele Aktionen vor den Toren, da müssen wir permanent wachsam sein.“

Der SV Kaisersbach ist zu Hause stark

Tatsächlich hat der SV Kaisersbach drei seiner vier Siege zu Hause geholt und der starken SG Schorndorf ein 3:3 abgetrotzt. Erfreulich für Gitschier: Personell kann er fast aus dem Vollen schöpfen. Fabian Löwen und Finley Stahl, die die Hinrunde pausieren mussten, waren vergangenen Freitag gegen die SKV Rutesheim im Einsatz. „Beide hatten signalisiert, dass sie von Anfang an spielen können. Das war mir sehr recht – sonst hätte vielleicht die Gefahr gedroht, dass ich sie einwechsele und sich herausstellt, dass sie wieder raus müssen“, sagt Robert Gitschier. Es fehlen Lukas Feigl (verhindert) und Sandro Seeber und Marijan Salopek (verletzt).

SKV Rutesheim in der Favoritenrolle

Die SKV Rutesheim mit dem 1:0-Auswärtssieg im Derby in Eltingen optimal ins Jahr gestartet. „Besser geht es kaum“, zeigt sich Trainer Christopher Baake zufrieden, dessen Mannschaft erster Verfolger des Tabellenführers FV Löchgau bleibt. Obwohl die Tabelle den Rutesheimern im Heimspiel am Samstag (15 Uhr) gegen die Satteldorf die Favoritenrolle zuweist, hält der Coach die Partie für überaus knifflig. „Satteldorf ist schwierig einzuschätzen und eine Wundertüte – erst recht, nachdem sie nun einen neuen Trainer haben“, mahnt Baake.

Erfolgreiche SKV Rutesheim: Co-Trainer Alexander Wellert, Chefcoach Christopher Baake und Winter-Neuzugang Marc Geist (v. li.) Foto: Andreas Gorr

Jedoch unterlag die Spvgg am vergangenen Wochenende 1:2 dem TSV Ilshofen. „Eigentlich sind Satteldorfs Ergebnisse kaum nachzuvollziehen, in Baris Yerlikaya, Michael Eberlein und Toni Weihbrecht haben sie hervorragende Fußballer“, sagt Baake. Irgendwann müsse der Knoten bei der Spvgg mal platzen, „aber gerne erst nächste Woche“, schiebt er nach. Neben den beiden Verletzten Lars Ludwig und Lars Eiwen fehlt nur Hannes Obert (Oberschenkelblessur).

TSV Heimerdingen steht unter Druck

Vor einer hohen Hürde steht der TSV Heimerdingen am Sonntag (15 Uhr) beim TV Oeffingen. Beim Klassenprimus FV Löchgau waren die Grün-Weißen zuletzt leer ausgegangen (0:3). „Es war wie in der Hinrunde: Hinten haben wir zu einfache Tore kassiert, vorne haben wir unsere Chancen nicht genutzt“, analysiert der Sportliche Leiter Daniel Riffert den Auftritt. Es brauche Konstanz vorne und hinten über einen längeren Zeitraum. „Es kann nicht sein, dass wir fünf Tore schießen müssen, um zu gewinnen, weil wir jedes Mal drei kassieren“, fordert er.

Keine Punkte gegen den Tabellenführer: Der TSV Heimerdingen mit Dennis de Sousa Lourenco (re./gegen Jens Krieger) unterlag vergangenen Freitag beim FV Löchgau mit 0:3. Foto: Baumann/Hansi Britsch

Im Hinspiel gelang Heimerdingen mit 2:0 einer von fünf Saisonsiegen. Allerdings waren die Oeffinger damals personell stark dezimiert. Der Rückrundenstart des TV misslang komplett, in Neckarsulm gab es eine 1:5-Niederlage. TSV-Trainer Markus Koch kann immerhin personell aus dem Vollen schöpfen, nur der langzeitverletzte Torjäger Lars Ruckh fehlt. „Im Training ist er schon eifrig dabei, vielleicht reicht es im April schon für Kurzeinsätze“, hofft Daniel Riffert.