Die Nord-Stuttgarter basteln am Kader für nächste Saison und wollen den nächsten Schritt zum Aufstieg gehen. Derweil muss der TSV Bernhausen auf seinen Trainer verzichten.
Vor dem 27. Spieltag der Fußball-Landesliga hat der TSV Weilimdorf die ersten Vertragsverlängerungen fix gemacht – und will nun den nächsten Schritt zum Aufstieg tun. Derweil trifft im Spiel zwischen dem TSV Bernhausen und dem VfL Sindelfingen die beste Rückrundenmannschaft der Staffel auf eine der überraschend schwächsten. Der MTV Stuttgart hat hingegen am Wochenende spielfrei.
TSV Weilimdorf – SV Böblingen (Sonntag, 15.30 Uhr)
Vier Spiele vor Saisonende sind die Weilimdorfer auf bestem Weg in Richtung Verbandsliga-Aufstieg. Am Sonntag gegen die SV Böblingen will der Spitzenreiter zumindest sein Sechs-Punkte-Polster auf den zweitplatzierten SV Waldhausen wahren. Parallel laufen die Personalplanungen für die nächste Runde auf Hochtouren. Kein Wunder in Anbetracht des Abschneidens: Weite Teile des Kaders sollen bleiben. Die Vertragsverlängerungen von elf Spielern sind bereits unter Dach und Fach (siehe Übersicht unten) – allerdings fehlen auch noch einige Leistungsträger wie der Kapitän und Torjäger Bastian Joas, der Torhüter Zacharias Velvelidis und der Spielgestalter Enis Küley. Die Gespräche laufen.
Indes gibt es auch aus dem Mannschaftslazarett gute Neuigkeiten bei zwei Langzeitverletzten: So ist Josip Biljeskovic, der seit September kein Spiel mehr bestritten hat, unter der Woche wieder ins Training eingestiegen. Auch Maximilian Wojcik befindet sich nach seinem Bandscheibenvorfall auf dem Weg der Genesung. Er bestritt bereits für die zweite Garde der Weilimdorfer zwei Partien. Für beide kommt das Spiel gegen Böblingen aber noch zu früh.
Ob Emmanuel Apler wieder im Kader stehen wird, ist noch offen. Der Abwehrspieler hatte sich vor dem Spiel gegen den TV Darmsheim am vergangenen Sonntag eine Muskelverletzung zugezogen. Für Furkan Hut, der dieses Jahr aufgrund von anhaltenden Rückenproblemen noch gar nicht zum Einsatz kam, ist die Saison derweil gelaufen.
Gegen Böblingen erwartet der Coach Fischer ein „enges Spiel gegen eine Mannschaft mit guter Spielanlage“. Dies erlebten die Seinen bereits im Hinspiel, in dem sich die beiden Teams 2:2 trennten. Doppelter Torschütze damals für den Gegner: der Abwehrspieler Alban Dodoli. „Wir sind auf jeden Fall gewarnt, und wir wissen, dass Böblingens Tabellenplatz lügt“, konstatiert Fischer. Die Gäste sind derzeit nur Elfter.
Vertragsverlängerungen
Samir Genc, Erdinc Bozoglu, Rinis Krasniqi, Eldin Sadikovic, Tamer-Harun Fara, Terry Offei, Friedrich Köhler, Anthony Jeremy Raheem, Fadel Boukari, Riccardo Scarcelli, Maximilian Wojcik.
VfL Sindelfingen – TSV Bernhausen (Samstag, 15.30 Uhr)
Was die beiden Teams eint: Die Winterpause hat ihre Saison in zwei völlig verschiedene Hälften gespalten. Schlossen die Sindelfinger die Hinrunde noch auf einem starken dritten Platz ab, stürzte die Mannschaft nach dem Jahreswechsel regelrecht ab und gewann seither nur noch drei Spiele (aktuell Rang sieben). Umgekehrt dagegen beim Filderstädter Aufsteiger. Nach einer durchwachsenen ersten Saisonhälfte strotzt jener als stärkste Mannschaft der Rückrunde nur so vor Selbstvertrauen. Klare Sache also am Wochenende? „Ich habe mehr von ihnen erwartet, in der Rückrunde haben sie Probleme“, sagt Bernhausens Trainer Roko Agatic mit Blick auf den Gegner. Er weiß aber auch: „Sindelfingen ist eine gute Mannschaft, und das Hinspiel war ein sehr knappes 1:0 für uns.“
Besonders in Acht nehmen muss sich Agatics Team vor Gianluca Gamuzza, der mit 21 Saisontreffern in der Schützenliste der Staffel den zweiten Platz belegt. Nur der Weilimdorfer Bastian Joas hat öfter eingenetzt (23 Tore). „Er und sein Sturmpartner Andre Simao haben große Qualität, aber wir stellen deswegen nicht unser Taktik um“, sagt Agatic, „Wir werden versuchen – wie immer – dem Gegner unser Spiel aufzuzwingen.“
Der Trainer selbst wird indes am Wochenende nicht an der Seitenlinie stehen. Aufgrund der Firmung seiner Tochter hatte er auf eine Verlegung des Spiels gehofft, das war für Sindelfingen aber keine Option. Vertreten wird ihn der Co-Trainer Boris Maric, der in puncto Kader nahezu aus dem Vollen schöpfen kann. Lediglich hinter Filip Jordacevic, der nach wie vor an einer Sprunggelenksverletzung laboriert, steht ein Fragezeichen. „Wir müssen sehen, wie er sich fühlt“, sagt Agatic.