Am Dienstag, 17. Februar, erinnern die Perouser an ein bedeutendes historisches Ereignis der Waldensergeschichte. Gäste sind willkommen bei diesem ganz besonderen Erlebnis.
Mit einem traditionellen Freudenfeuer erinnert die evangelische Kirchengemeinde Perouse gemeinsam mit dem Partnerschaftskomitee der Stadt Rutesheim am Dienstag, 17. Februar, an ein bedeutendes historisches Ereignis der Waldensergeschichte. Bereits zum 14. Mal findet die Gedenkveranstaltung in Verbundenheit mit den Waldensern, die in Italien leben, statt.
Am 17. Februar 1848 hatte König Karl Albert von Sardinien-Piemont den Waldensern durch ein Gnadenpatent die bürgerlichen und politischen Rechte zurückgegeben und das Getto aufgehoben. Dieses Datum wird noch immer in den Waldensertälern mit Freudenfeuern gefeiert – eine Tradition, die auch in Perouse gepflegt wird.
Zum gemeinsamen Weg werden Fackeln ausgegeben
Auftakt der Veranstaltung ist um 18 Uhr mit einer Andacht in der Waldenserkirche Perouse, die vom Gesangverein Liederlust musikalisch umrahmt wird. Im Anschluss werden gegenüber der Kirche kostenlos Fackeln ausgegeben. Gemeinsam ziehen die Teilnehmer in einem Fackelzug zum Gelände beim Sportheim des SV Perouse. Dort wird gegen 19 Uhr das große Freudenfeuer entzündet. Am Feuer singen die Besucher wie immer das Lied „Großer Gott, wir loben dich“.
Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: Bereits ab etwa 17.30 Uhr werden an Ständen Punsch, Glühwein, Grillwürste sowie die aus dem Piemont bekannten Gofri-Waffeln angeboten, die vielen noch vom Dorffest „325 Jahre Perouse“ in Erinnerung sind. Besucher können auch direkt zum Freudenfeuer kommen.
Die Veranstalter freuen sich über zahlreiche Gäste. Die Kollekte der Andacht kommt der Waldenserkirche im Waldenserzentrum in Torre Pellice zugute, der Erlös aus dem Verkauf unterstützt soziale Projekte in Perosa Argentina.