Im Dezember 1941 wurden mehr als tausend württembergische Juden vom Killesberg aus deportiert. Der Film darüber erschreckt in seiner Banalität. Warum man ihn trotzdem gesehen haben sollte. Jetzt Video anschauen!
Die Bilder wirken fast banal – doch sie dokumentieren ein schreckliches Verbrechen. 1941 warteten auf dem Killesberg mehr als tausend Jüdinnen und Juden auf ihre Deportation.
Der Film, den das Stadtarchiv Stuttgart in seiner Kriegsfilmchronik bewahrt, zeigt beklemmende Szenen vor der Abreise vom Nordbahnhof. Die Bilder erschrecken gerade weil sie kaum Gewalt und Zwang zeigen, sondern einen vermeintlich routinierten Ablauf der Deportation.
Es ist eine Reise, die für die allermeisten der Gezeigten in den Tod führte. In unserem Video zeigen wir das propagandistisch belastete historische Filmmaterial. Was die Aufnahmen nicht zeigen, erläutert Günter Riederer vom Stadtarchiv.
Exklusive Bilder und Recherchen – unsere Serie „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“
Das Video ist Teil unseres Videoprojekts „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“. Von Mitte März bis Anfang Juni veröffentlichen wir jede Woche ein Video aus der „Kriegsfilmchronik“, die im Stadtarchiv Stuttgart lagert.
Themen, die in dieser Serie unter anderem bearbeitet werden:
- Einführung: NS-Propaganda (bereits erschienen und hier anzuschauen)
- Folge 1: Marienplatz (bereits erschienen und hier anzuschauen)
- Folge 2: Deportation (bereits erschienen – siehe oben)
- Kinder: Erziehung und Ermordung
- Mangelwirtschaft
- Luftschutz
- Fliegerschäden und viele Weitere
Dieser Filmbestand ist bislang nicht veröffentlicht worden und die Videos sind exklusiv den Abonnentinnen und Abonnenten unserer Zeitung zugänglich. Alle Videos und Artikel zur Serie werden hier in unserem Themendossier „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“ gebündelt.
Zum Projekt „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“
Veranstaltungen
Wir zeigen bislang nie gesehene Eindrücke von der Stadt. Darüber lohnt es sich zu sprechen. Wie Sie bei den insgesamt vier Veranstaltungen zur Serie dabei sein können, lesen Sie hier.
Leserbeteiligung
Wir freuen uns über Impulse und Ihre persönlichen Geschichten, die Sie uns gerne zusenden können. Per Mail unter: stadtgeschichte@stzn.de