Auf dem Herd vergessenes Essen war vermutlich die Ursache für einen Feuerwehreinsatz in Herrenberg. Offenbar konnte hier eine mögliche Katastrophe noch verhindert werden.
Am Freitagvormittag kam es zu einem größeren Feuerwehreinsatz in Herrenberg (Kreis Böblingen). Wie Feuerwehr und Polizei berichten, wurden die Einsatzkräfte gegen 9.20 Uhr in den Franz-Liszt-Weg alarmiert. In einem dortigen Hochhaus war aus dem ersten Obergeschoss eine starke Rauchentwicklung gemeldet worden.
Offenbar hatte eine 82-jährige Bewohnerin Essen im Backofen vergessen. Als dieses zu qualmen begann, löste ein Rauchmelder in der Wohnung aus. Die Seniorin und ein Zeuge, der auf den Qualm und den piepsenden Rauchmelder aufmerksam gewordener war, starteten zunächst eigenen Löschmaßnahmen, verließen dann aber die Wohnung. Kurz traf die Feuerwehr ein und löschte die Flammen vollständig.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung bleibt die betroffene Wohnung laut Polizeibericht zunächst unbewohnbar, weitere Wohnungen im Haus wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die 82-Jährige wurde durch das Einatmen von Rauchgas vermutlich leicht verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.
Feuerwehrsprecher: Rauchmelder verhindert größere Katastrophe
Aufgrund der Größe und Höhe des Gebäudes hatten die die Einsatzkräfte vorsorglich Großalarm ausgelöst. Mehrere Einheiten waren angerückt, um die Lage schnell unter Kontrolle zu bringen und das Gebäude nach möglichen Brandnestern zu überprüfen. Angaben zur Schadenshöhe lagen zunächst nicht vor.
Ein Pressesprecher der Feuerwehr Herrenberg hob im Nachgang zu dem Einsatz die große Bedeutung von Rauchmeldern hervor. Bei dem hier vorliegenden Fall habe diese Warnvorrichtung frühzeitig ausgelöst und damit möglicherweise eine größere Katastrophe verhindert.