Günther Oettinger zusammen mit seiner Lebensgefährtin Friederike Beyer und seinem Sohn Alexander. Foto: dpa

Der ehemalige MP Günther Oettinger wurde am Sonntag in Stuttgart ganz offiziell verabschiedet.

Stuttgart - Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) ist am Sonntag offiziell nach Brüssel verabschiedet worden. Bei einem Festakt im Opernhaus in Stuttgart würdigte sein Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten, Stefan Mappus (CDU), Oettinger für dessen erfolgreiche Arbeit und Verdienste um das Land. "Günther Oettinger hat das Land geprägt, wie kaum ein anderer", betonte Mappus. Oettinger verantwortet seit Anfang Februar in der EU-Kommission das Energieressort.

Mappus lobte insbesondere die Bemühungen Oettingers für einen ausgeglichenen Landeshaushalt. In den Jahren 2008 und 2009 sei es Oettinger erstmals nach 37 Jahren gelungen, ohne neue Schulden auszukommen, sagte Mappus. Auch der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche lobte Oettinger dafür: "Günther Oettinger hat den Schwaben das Sparen beigebracht." Der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Peter Struck, der gemeinsam mit Oettinger maßgeblich die Föderalismusreform II und die Schuldenbremse erarbeitet hatte, hob den Gestaltungswillen des 56-Jährigen hervor.

Oettinger sicherte den Gästen in einer aufgeräumten Rede zu, auch in seiner Rolle als EU-Kommissar weiterhin an Baden-Württemberg interessiert zu bleiben. Unter den rund 1000 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft waren auch die früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel und Lothar Späth (beide CDU) sowie die früheren bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein und Edmund Stoiber (beide CSU).

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