Der frühere VfB-Coach ist zurück im Geschäft – und erzielt bei seinem Debüt in Spanien direkt einen Achtungserfolg gegen seinen prominenten Trainerkollegen, der ihn lobt.
Gut ein Jahr war er ohne Job, jetzt hat Pellegrino Matarazzo wieder eine Aufgabe – eine durchaus reizvolle: Der frühere Trainer des VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim soll in der ersten spanischen Liga Real Sociedad in die Erfolgsspur führen, die der baskische Club zuletzt verlassen hatte: Nach fünf Teilnahmen am internationalen Geschäft in Folge zwischen 2020 und 2025 läuft es in dieser Saison unrund, zur Winterpause stieg Matarazzo beim Abstiegskandidaten ein – und debütierte nun am Sonntagabend mit einem anspruchsvollen Spiel.
Es ging vor heimischer Kulisse gegen das Spitzenteam Atletico Madrid und dessen Startrainer Diego Simeone, der mit seiner Mannschaft zuletzt vier Pflichtspiele in Folge gewonnen hatte. Ein fünftes kam nicht dazu: Matarazzos Mannschaft gestaltete das Spiel offen, ärgerte den Favoriten und holte am Ende ein 1:1: Den Rückstand durch Alexander Sörloth (50.) egalisierte wenig später Goncalo Guedes (54.), in der Schlussphase hatte Real Sociedad vor 31.500 Zuschauern bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sogar die besseren Chancen auf den Sieg.
„Sie haben ein gutes Match gespielt, uns gepresst und uns die Zeit genommen“, lobte Simeone im Anschluss, während auch Matarazzos Fazit „sehr positiv“ ausfiel: „Die Performance war sehr gut, meiner Meinung nach hätten wir heute gewinnen sollen. Wir müssen noch mehr Chancen kreieren, dann werden wir gewinnen.“
Durch das Remis hat Real Sociedad zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge, während Atletico als Vierter bereits elf Zähler Rückstand auf Spitzenreiter FC Barcelona ausweist. Weiter geht es für Matarazzo am Freitag mit seinem ersten Auswärtsspiel bei Zehnten FC Getafe. Und fest steht: Er hat noch einiges vor im Norden Spanien. „Es ist ein großartiger Club“, sagt der 48-Jährige über den Verein, bei dem einst auch Xabi Alonso seine Karriere startete: „Ich bin sehr glücklich, hier zu sein.“