Peter Kühnl, stellvertretender Vorsitzender des LEADER-Vereins Schwäbischer Wald, vor dem sanierten Waaghäusle – einem Projekt, das im Ostalbkreis verwirklicht wurde. Foto: privat

Im Rems-Murr-Kreis läuft der neue LEADER-Förderaufruf. Bezuschusst werden Projekte, die den ländlichen Raum stärken. Bewerbungen sind noch bis 9. April möglich.

Ein neu gestalteter Spielplatz in Kaisersbach, zusätzliche Kulturangebote in Welzheim oder bessere Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche in Murrhardt – mit LEADER-Fördermitteln sind im Rems-Murr-Kreis bereits zahlreiche Projekte realisiert worden. Nun läuft aktuell der vierte Projektaufruf der Förderperiode 2023–2027. Bewerbungsschluss ist am 9. April 2026.

 

Gesucht werden innovative Projektideen, mit denen man sich um Fördermittel aus dem LEADER-Programm bewerben kann. Gefördert werden können unter anderem Vorhaben von Kommunen, Vereinen, Verbänden, Unternehmen sowie von Einzelpersonen. Voraussetzung ist, dass die Vorhaben im Gebiet der LEADER-Aktionsgruppe umgesetzt werden und einen Beitrag zu den Zielen des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) im Schwäbischen Wald leisten.

700.000 Euro für Projekte: Auswahl am 12. Mai 2026

Die Obergrenze der förderfähigen Projektkosten (netto) beträgt 700.000 Euro. Das Fördervolumen des Projektaufrufs liegt bei 600.000 Euro EU-Mitteln – zuzüglich Landesmittel in entsprechendem Förderverhältnis. Die Projekte werden vom Auswahlausschuss des Vereins Regionalentwicklung Schwäbischer Wald nach einem transparenten und überprüfbaren Auswahlverfahren anhand objektiver Kriterien bewertet und zur Antragstellung bei LEADER ausgewählt, teilt der Landkreis mit. Voraussichtlich findet diese Auswahlsitzung am 12. Mai 2026 statt. Anschließend werden die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber durch die LEADER-Geschäftsstelle informiert und können dann ihren Projektantrag beim RP Stuttgart stellen.

Der detaillierte Projektaufruf mit Auswahlkriterien, Fördersatztabelle, Geschäftsordnung sowie das Regionale Entwicklungskonzept (REK) sind im Download-Bereich der Vereinshomepage unter www.leader-schwaebischerwald.de einsehbar.

Zur Einreichung von Bewerbungen und für weitere Auskünfte zum Verfahren können sich Interessierte an das Regionalmanagement der LEADER-Geschäftsstelle wenden. Ansprechpartner und Kontakt sind bei der Regionalentwicklung Schwäbischer Wald e.V. Johannes Ernst und Lisa-Marie Funke. Erreichbar via E-Mail an j.ernst.leader@murrhardt.de sowie l.funke.leader@murrhardt.de. Die Telefonnummern lauten 07192/213-270 und 07192/213-271. 

LEADER steht für die französische Abkürzung von „Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“ (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft). Es handelt sich um ein Förderprogramm der EU und des Landes Baden-Württemberg zur Stärkung des ländlichen Raums.

31 Gemeinden im Schwäbischen Wald profitieren von LEADER

Die 31 Mitgliedsgemeinden der LEADER-Aktionsgruppe Schwäbischer Wald verteilen sich auf vier Landkreise:

  • Rems-Murr-Kreis: Alfdorf, Althütte, Auenwald, Großerlach, Kaisersbach, Stadt Murrhardt, Rudersberg, Spiegelberg, Sulzbach an der Murr, Stadt Welzheim.
  • Ostalbkreis: Abtsgmünd, Durlangen, Eschach, Göggingen, Gschwend, Heuchlingen, Obergröningen, Ruppertshofen, Schechingen, Spraitbach, Täferrot.
  • Landkreis Schwäbisch Hall: Fichtenberg, Stadt Gaildorf, Mainhardt, Oberrot, Michelbach an der Bilz, Michelfeld, Rosengarten, Ortsteil Bibersfeld der Stadt Schwäbisch Hall.
  • Landkreis Heilbronn: Löwenstein und Wüstenrot.