Nico Geidl (links) erzielte beide Tore in Deggendorf Foto: Günter Bergmann

Der Eishockey-Oberligist Stuttgart Rebels verliert nach ordentlichem Spiel beim Spitzenreiter. Bereits an diesem Dienstag empfangen die Degerlocher die Selber Wölfe.

Der Sonntag war ein gebrauchter Tag für den Eishockey-Oberligisten Stuttgart Rebels. Auf dem Eis setzte es vor 2119 Zuschauer beim Spitzenreiter Deggendorfer SC eine 2:5-Niederlage und bei der Rückfahrt aus Bayern kam der Stuttgarter Tross auch ins Stottern. Ein Unfall auf der Autobahn sorgte für mächtig Stau, sodass die Spieler samt Betreuer erst nach fast sechsstündiger Fahrt gegen drei Uhr morgens auf der Waldau eintrafen. Derweil sorgt ein angekündigter Rückzug für Wirbel in der Liga.

 

Auch wenn es in Deggendorf nichts für die Rebels zu holen gab, war der Sportliche Leiter und dieses Mal wieder auch als Spieler aktive Matt Pistilli mit den Seinen zufrieden. „Sie haben eine Reaktion auf den schwachen Auftritt am Freitag zuhause gegen Erding gezeigt, gekämpft und das zweite und dritte Drittel sehr stark bestritten“, sagt Pistilli. Dass es dann nichts wurde aus einem Sieg wie im ersten Spiel in Deggendorf (6:5) im Januar, hatte für Pistilli vorrangig einen emotionalen Gastgeber-Hintergrund. Deren langjähriger Trainer Jiri Ehrenberger ist nach einer schweren Krankheit im Alter von 70 Jahren in der vergangenen Woche verstorben. „Man hat jedem Deggendorfer Spieler angemerkt, wie wichtig ihnen diese besondere Partie ist und dass sie auf keinen Fall verlieren möchten“, konstatiert Pistilli. Wobei er zudem sagt: „Deggendorf hat einfach eine brutale Qualität und die haben sie aufs Eis gebracht.“ Vor allem auch in Keeper Timo Pielmeier. „Steht da ein anderer im Tor, wäre die Partie sicherlich knapper ausgegangen.“ Tatsächlich knapp war die Begegnung aber zu keinem Zeitpunkt. Stuttgarts Doppel-Torschütze Nico Geidl traf zum 1:3 und 2:5 – beides Mal waren die Gäste in Überzahl.

Nach der zweiten Niederlage in Serie stehen die Stuttgarter zwar weiter auf dem zehnten Tabellenplatz, das Polster für die Teilnahme an den Pre-Playoffs beträgt aber nur noch zwei Zähler. Dementsprechend peilt das Team um Pistilli an diesem Dienstag im Heimspiel (20 Uhr) gegen den DEL-2-Absteiger und Tabellenfünften Selber Wölfe einen Sieg an. Fehlen wird nach seiner Gehirnerschütterung weiterhin Verteidiger Matteas Derraugh. Hinter dem Einsatz von Stürmer Reagan Poncelat steht noch ein Fragezeichen. Dieser fehlte bereits in Deggendorf wegen eines Virus.

Derweil herrscht aktuell viel Unruhe in der Oberliga, wie und mit wie vielen Teams es weitergehen soll. Nach der Insolvenz der Heilbronner Falken haben nun auch die Bayreuth Tigers ihren Rückzug nach Beendigung der Runde angekündigt. Grund: „Geschäftsführung und Gesellschafter der onesto Tigers Bayreuth sehen auf Grund der öffentlichen Resonanz, keine Möglichkeit mehr, die Erwartungshaltung der Bayreuther Fans zu erfüllen, da diese mit den vorhandenen Mitteln und Gegebenheiten schlicht nicht realistisch sind“, heißt es in einer Pressemitteilung der Tigers. Und: „Zudem haben persönliche Anfeindungen und Beleidigungen ein Ausmaß erreicht, das wir nicht länger bereit sind auszuhalten.“