Kapitän Dane Montgomery (rechts) erzielte die zwischenzeitliche 5:4-Führung für die Rebels. Foto: Archiv Günter Bergmann

Der Stuttgarter Eishockey-Oberligist verliert im Heimspiel gegen Selb nach einer 5:4-Führung noch mit 5:7. Für Hochspannung in den abschließenden drei Spielen ist gesorgt.

In der Gesamttabelle der Eishockey-Oberliga sind die Erding Gladiators Schlusslicht. Im Heimklassement sind sie indes aufgrund des besseren Torverhältnisses nur Vorletzter. Inhaber der Roten Laterne sind dort sind nach der 5:7-Niederlage vom Dienstagabend gegen die Selber Wölfe nun die Stuttgart Rebels. Aus den bisherigen 24 Heimauftritten – sechs Siege nach der regulären Spielzeit – holten die Waldauer nur 22 Punkte. Nicht auszudenken, wo die Stuttgarter stehen würden, würden sie in der eigenen Halle etwas besser performen.

 

Doch woran liegt die Schwäche vor der Heimkulisse? Eine Antwort hat der sportliche Leiter Matt Pistilli, der gegen Selb dem Neu-Trainer Eu Jin Yap an der Bande wieder assistierte, nicht. Er kann nur spekulieren. Keine Ahnung, vielleicht liege es an der Vorbereitung auf die Partien, sagt Pistilli. „Auswärts sitzen wir alle in einem Bus, zuhause macht jeder etwas anderes vor den Begegnungen.“

Trotz der schwachen Heimbilanz haben die Stuttgarter immer noch alle Chancen auf die Pre-Playoffs. Drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde ist mächtig für Spannung gesorgt. Den Tabellenachten Bayreuth (57 Zähler) und den -13. EV Füssen (53) trennen gerade mal vier Punkte. Stuttgart (54) ist aktuell mit einem Punkt Vorsprung Zehnter. Platz elf reicht noch zur Teilnahme, dort stehen die Höchstadt Alligators.

Ein Sieg am Dienstagabend gegen das kriselnde Team aus Selb (vergangene drei Partien verloren und Trainerwechsel) hätte einen wichtigen Schritt in die Pre-Playoffs bedeutet. „Doch dafür müssen alle Spieler ihre Bestform zeigen, sieben, acht ist dies nicht gelungen“, sagt Pistilli. Immerhin, das Team bewies Moral, wandelte im dritten Drittel nach den eigenen Treffern von Daniel Pronin und Denis Root einen 2:4-Rückstand durch Tore von Elvis Gorontzy-Slack, Reagan Poncelet und Dane Montgomery in eine 5:4-Führung um. Das Momentum sprach eigentlich für die Gastgeber. Doch bereits 30 Sekunden nach der Führung kassierten die Degerlocher den Ausgleich. Mehr noch. Die Gäste drehten ihrerseits das Spiel und siegten letztlich mit 7:5. Für den Selber Neu-coach Josef Huber war es der erste Sieg im zweiten Spiel.

Am Freitag (20 Uhr) steht die nächste Partie für die Rebels auf dem Programm. Gegner auf der Waldau ist der EC Peiting, der bereits die Teilnahme an den Pre-Playoffs in der Tasche hat. Die Rebels müssen gewinnen. Nicht nur, um die Rote Laterne in der Heimtabelle abzugeben, sondern auch, um dem angestrebten Ziel – den Pre-Playoffs – einen wichtigen Schritt näher zu kommen.

Statistik zum Spiel

Tore: 0:1 Gauch (8:16), 1:1 Pronin (17:11/Überzahl), 2.1 Root (26:02), 2:2 Spitzner (27:42), 2:3 Schutz (33:23), 2:4 Schutz (39:59/Überzahl), 3:4 Gorontzy-Slack (47:49), 4:4 Poncelet (49:15), 5:4 Montgomery (50:11), 5:5 Pauker (50:42), 5:6 Schutz (57:28/Überzahl), 5:7 Kuqui (59:10/Empty Net).

Strafz eiten: Stuttgart 6 Minuten/Selb 6 Minuten

Zuschauer: 507