Das Stuttgarter Gazi-Stadion gilt als ältestes Stadion Deutschlands. Foto: IMAGO/Arnulf Hettrich

Mit gekürzten Mitteln kann die Gegentribüne im Gazi-Stadion nun gebaut werden. Das beschloss der Gemeinderat.

Ohne Diskussion hat die Mehrheit des Gemeinderates die Kürzung der Mittel für den Erneuerungsbau der Gegentribüne im Gazi-Stadion um 10 Prozent beschlossen. Losgehen soll es in 2027.

 

Der Gemeinderat hatte 2022 die bauliche Maßnahme im Gazi-Stadion ursprünglich genehmigt. Seitdem musste jedoch immer wieder neu geplant werden. Auch der für 2026 vorgenommene Beginn der Abrissarbeiten kann laut eines Sprechers der Stadt nicht gehalten werden. Die Sparmaßnahme erfordere Umplanungen. Der Umbau soll nun ab Herbst 2027 beginnen und statt 20 nur noch 18 Millionen Euro kosten.

Auch ohne den akuten Sparzwang, der für den Haushalt 2026/2027 vorgegeben worden sei, habe es bei den vorigen Planungen auch immer wieder die Notwendigkeit gegeben, die Kosten einzusparen. So soll es statt zwei Aufzügen nur noch einen geben. Zudem sei von einer Holz- auf eine Stahlbeton-Bauweise umgestellt worden.

Für die Kickers-Fans und andere Nutzer des Stadions wird es in der gesamten Zeit des Umbaus einige Einschränkungen geben. „Während der Bauzeit steht keine Gegentribüne zur Verfügung“, so der Sprecher. Damit sei die Kapazität sowie die Infrastruktur des Stadions nochmals reduziert. Die Genehmigung läuft noch unter Vorbehalt, da dem Gesamthaushalt am Ende der Verhandlung noch zugestimmt werden muss.