In Stuttgart gibt es ab dem 29. März ein wachsendes Angebot mit teils exotischem Touch. Basel-Flüge werden zeitweise via STR umgeleitet.
Neuigkeiten für alle, die ihren Sommerurlaub planen: Mit der Umstellung auf die Sommerzeit tritt am Sonntag, 29. März 2026, der Sommerflugplan am Stuttgarter Flughafen in Kraft.
Reisende dürfen sich auf eine etwas größere Auswahl freuen, denn neben weiteren Zielen begrüßt der Airport auch eine neue Fluggesellschaft. Insgesamt wächst das Angebot leicht von 115 auf 120 Destinationen in 38 Ländern.
Croatia Airlines neu am Flughafen Stuttgart
- Croatia Airlines: Die Fluggesellschaft ist komplett neu am Stuttgarter Flughafen vertreten. Vom 4. Mai bis zum 23. Oktober 2026 geht es zwei Mal wöchentlich (montags und freitags) in die kroatische Küstenstadt Dubrovnik.
- Eurowings: Die größte Fluggesellschaft am Platz bietet insgesamt 80 Ziele an. Neu im Programm sind Marrakesch (Marokko) sowie London-Gatwick (sechs Mal wöchentlich ab 13. April).
- Wizz Air: Die Airline nimmt Chisinau (Moldau) neu in ihr reguläres Angebot ab Stuttgart auf – für einen Urlaub allerdings eher exotisch.
Temporäre Zusatzverbindungen ab STR (15. April bis 20. Mai 2026)
Aufgrund von Sanierungsarbeiten am EuroAirport Basel verlagert Wizz Air im April und Mai vorübergehend mehrere Flüge nach Stuttgart. Dadurch sind kurzzeitig folgende zusätzliche Ziele erreichbar:
- Banja Luka und Tuzla (Bosnien und Herzegowina)
- Krakau und Warschau-Modlin (Polen)
- Nis (Serbien)
- Ohrid (Nordmazedonien)
Mehr Urlauber, aber weniger Netzwerk am Flughafen STR
Trotz der gewachsenen Zahl der Ziele gibt es insgesamt eine spürbare Verschiebung im Streckennetz: Die Zahl der Gesamtflugbewegungen geht um rund vier Prozent auf etwa 50.000 Flüge zurück.
Das Angebot an touristischen Zielen wächst – während sich klassische Netzwerk-Airlines zurückziehen. Air France (Paris) und British Airways (London-Heathrow) stellen ihre Direktverbindungen ab Stuttgart ein.
Zu hohe Abgaben und Steuern in Deutschland
Fluggäste von Air France werden künftig über Amsterdam umgeleitet. Bereits im Vorjahr hatte Delta Air eine Nordamerika-Verbindung gestrichen. Als Grund für diese strategischen Entscheidungen gelten unter anderem die hohen Abgaben und Standortkosten in Deutschland.
Bald direkt von Stuttgart nach Dubai?
Um die internationale Erreichbarkeit für die baden-württembergische Wirtschaft und den Tourismus langfristig zu sichern, arbeitet die Geschäftsführung des Flughafens derweil an möglichen neuen Anbindungen.
Aktuell bemüht man sich auf politischer Ebene beim Bund um Verkehrsrechte für Fluggesellschaften aus der Golfregion, wie beispielsweise Emirates, um das Langstreckenangebot ab Stuttgart wieder auszubauen. Voraussetzung dürfte allerdings auch hierbei ein halbwegs glimpflicher Ausgang des Iran-Kriegs sein.