Inhaber Stefan Dachale will in die Calwer Passage expandieren Foto: Mókuska

Schon lange versorgt Mókuska den Stuttgarter Westen mit Specialty Coffee. Jetzt will Inhaber Stefan Dachale in die Calwer Passage expandieren – und setzt auf die Hilfe seiner Kunden.

Bei seiner Eröffnung 2014 war Mókuska Caffè die erste reine Specialty-Coffee-Rösterei Stuttgarts. Darunter versteht die ziemlich verrückte Kaffee-Aficionado-Blase die höchste verfügbare Kaffeequalität aus einer Anbaufläche ebenso wie transparente, faire und nachhaltige Lieferbedingungen. Richtig guter Stoff also – wach, aber eben mit gutem Gewissen.

 

Mit seinem Mókuska (ungarisch für Eichhörnchen) setzt Inhaber Stefan Dachale einen Trend in Gang, der in Stuttgart zahlreiche andere Menschen zu ähnlichen Konzepten inspiriert hat. Seit damals ist viel passiert: Anfangs röstet Stefan noch direkt im Café in der Johannesstraße, nach einigen Jahren zieht die Rösterei auf ein großes Areal nach Feuerbach. Längst hat auch Stuttgarts Gastronomie seine besonderen und vielfältigen Kaffeespezialitäten für sich entdeckt, er muss aufstocken, um dem Bedarf nachzukommen. Qualität setzt sich eben durch.

„Ziemlicher Schnellschuss“

Jetzt steht bei Stefan Dachale und seinem Team die nächste Ära an. Voraussichtlich ab dem 1. Oktober 2025 wird es Mókuska Caffè auch in der Calwer Passage geben – mit einem „kleinen, feinen Coffeeshop“, wie Stefan selbst sagt. Das Ganze sei ein „ziemlicher Schnellschuss“ und hat den Röster selbst am meisten überrascht. „Ich bekam zufällig davon mit und musste einfach zugreifen“, meint er mit einem etwas verblüfften Lächeln.

Schon in wenigen Wochen will er in die leerstehenden Räumlichkeiten ziehen, in denen bis vor einem Jahr Another Milk anzutreffen war. Seither steht der Laden leer. „Wir haben nur 19 Quadratmeter Fläche, also werden wir überwiegend auf To-Go-Geschäft setzen. Dennoch werden wir einen ziemlich aufwendigen Umbau vornehmen und die komplette Raumarchitektur einmal um 180 Grad drehen, um wenigstens ein paar Sitzplätze anbieten zu können.“

Sein Ziel: „Wir wollen der Innenstadt denselben tollen Service und denselben großartigen Kaffee bieten wie im Westen.“ Das lässt er sich einiges kosten. Die benötigten 80.000 Euro finanziert Stefan aus Eigenkapital und einem Darlehen, möchte für dieses neue Projekt aber auch die Kessel-Kaffee-Community mit ins Boot holen. Ein auf 25.000 Euro ausgerichtetes Crowdfunding-Projekt (https://www.startnext.com/kaffeetempel-mokuska#support) gibt Mókuska-Fans die Möglichkeit, diese zweite Finale mit ins Ziel zu tragen. Von dem Geld sollen hochwertige Kaffeemaschinen und Mühlen angeschafft werden. Im Gegenzug warten Kaffee-Goodies, Gutscheine und besondere Rabatte für die neue Filiale.

Die soll dann ebenso wie das Original im Stuttgarter Westen ein Refugium der Bohnenversteher werden, ein duftender Tempel des Koffeins. Und so etwas hat in dieser Ecke wirklich noch gefehlt.