Der Pavillon der Breitwiesenschule in Hochdorf wird zu einem großen Teil abgerissen. Doch die Kosten dafür sind höher als gedacht.
Ab April soll die im Zuge des Rechtsanspruchs auf Ganztagesbetreuung im Grundschulalter notwendige Sanierung und Erweiterung des sogenannten Pavillons an der Hochdorfer Breitwiesenschule beginnen. Dabei wird zunächst ein großer Teil des Bestandsgebäudes abgerissen, bevor danach der neue Pavillon entstehen kann.
„Das Dach und das Erdgeschoss werden komplett abgerissen, das Untergeschoss bleibt zum Großteil stehen. Gleichzeitig wird eine technische Entkernung durchgeführt“, erklärt Ortsbaumeister Helge Kerner. Der Abriss wird die Gemeinde circa 91 000 Euro kosten – etwa 15 Prozent mehr als in der Kostenberechnung vorgesehen. „Uns hat es etwas umgehauen“, sagt Markus Krämer, Fraktionsvorsitzender der CDU. „Wenn wir schon jetzt beim Abriss 15 Prozent mehr bezahlen, frage ich mich, ob wir bei der Planung vielleicht aufs falsche Pferd gesetzt haben“, fügt er hinzu.
Pavillon der Breitwiesenschule wird abgerissen – „wir sind gespannt“
Grund für die Kostenentwicklung seien unter anderem präzisere statische Berechnungen, die besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig werden lassen, sagt Kerner. „Der Abbruch ist insgesamt etwas schwieriger, weil Teile des Kellers stehen bleiben“, erklärt Bürgermeister Gerhard Kuttler. Das Bauen im Bestand bringe Herausforderungen mit sich, sei jedoch deutlich günstiger, als das Gebäude von Grund auf neu zu bauen, fügt er hinzu. Zudem sei die Kostensteigerung beim Abbruch im Kontext des Gesamtprojekts mit Kosten in Höhe von etwa fünf Millionen Euro nur ein kleiner Prozentsatz.
„Wir sind gespannt, was am Ende das Ergebnis der Kalkulationen ist“, sagt Krämer. Der Gemeinderat und die Verwaltung müssten die Kosten äußerst sensibel im Blick behalten und die Planer in die Verantwortung nehmen, fügt Ingmar Jenz (Freie Wähler) hinzu.
Für die Zeit der Bauarbeiten werden die bestehenden Lehrerparkplätze am Pavillon wegfallen. „Wir werden auch einen neuen Schulwegeplan an Eltern und Schule weiterleiten“, sagt Kuttler. Die nächsten Ausschreibungspakte sollen dann im März und April vergeben werden.