Wieder ein Brand bei Alba in Waiblingen – die Feuerwehr hatte ihn aber schnell unter Kontrolle. Foto: Blaulichtzentrale/Kevin Lermer

Schon wieder brennt es beim Müllentsorger Alba im Waiblinger Eisental. Diesmal endet das Feuer glimpflich, doch eine große Gefahr bleibt.

Am Mittwochvormittag schrillten in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) die Sirenen. Wieder einmal Brandalarm bei Alba, dem Recyclingunternehmen im Gewerbegebiet Eisental. Für viele ein Déjà-vu: Schon mehrfach war die Papierhalle in Flammen gestanden, zuletzt mit Millionenschäden.

 

Doch diesmal ging es glimpflich aus. Wie das Polizeipräsidium Aalen mitteilt, handelte es sich nur um ein kleineres Feuer. Ein Motor an einem Förderband war in Brand geraten. Dieser konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden, ein Übergreifen auf das gelagerte Altpapier wurde verhindert.

Feuerwehr verhindert größeren Schaden bei Alba-Brand in Waiblingen

40 Feuerwehrleute rückten an, erstickten die Flammen, bevor sie sich ausbreiten konnten. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf rund 5000 Euro – ein verschmerzbares Ergebnis in einem Gewerbe, das zunehmend unter gefährlichem Müll leidet.

Denn längst ist klar: Der Müll brennt nicht zufällig. „Tickende Zeitbomben“ nennt Andreas Wendt, der Regionalleiter bei Alba, die Ursache. Gemeint sind falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus – mal versteckt in alten E-Zigaretten, mal in Grußkarten oder Spielzeugen. Treffen sie in der Sortieranlage auf Druck oder Hitze, genügt ein Funke, um eine Halle in ein Flammenmeer zu verwandeln.

Die Brandursache für das jüngste Feuer ist vermutlich ein technischer Defekt, aber unabhängig davon ist das Problem der tickenden Zeitbomben nach wie vor nicht gelöst.