Das Böblinger Schach Open war aufgeteilt in ein A-Turnier und ein B-Turnier. In erstem setzte sich mit Tobias Kölle ein alter Bekannter durch, der früher für den TSV Schönaich spielte.
In der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr haben sich 251 Teilnehmer aus 14 Ländern zum 41. Böblinger Schach-Open im Elaya-Hotel auf der Hulb getroffen. Das Turnier war zweigeteilt. Ein A-Open für Spieler mit einer Elo-Zahl über 1900 und ein B-Open für Leute mit einer Elo-Zahl unter 2000. Dabei hatten 51 Akteure mit einer Elo-Zahl zwischen 1999 und 1901 die Qual der Wahl, 40 von ihnen entschieden sich für das anspruchsvollere A-Open.
Für Turnierdirektor Mario Born, seines Zeichens Präsident des ausrichtenden SC Böblingen, Hauptschiedsrichter Jens Wolter aus Hamburg, seinen Deputy Jonas Studer aus Fryborg und Turnierhelferin Michelle Born fielen an den fünf Tagen jeweils über 60 Arbeitsstunden an. Zuvor hatte Mario Born schon über 200 Stunden in die Organisation des Böblinger Open investiert.
Keine Großmeister, dafür sechs Internationale Meister bei Böblinger Open
Die Bandbreite an Teilnehmern war groß. Wolfgang Tölg von den Schachfreunden Oeffingen und Bezirksvorsitzender des Schachbezirks Stuttgart beispielsweise hat bereits 505 gewertete Turniere in seiner Vita stehen. Für zehn Spieler war es hingegen die Turnierpremiere. Peter Zschorsch von den Schachfreunden Bad Herrenalb ist über 90 Jahre alt, die jüngsten Teilnehmer gerade mal zehn Jahre jung. Die weiteste Anreise hatten Micah Young und Lachlan Wang aus Australien. Auch Indien war stark vertreten, die meist jugendlichen Schachspieler reisten oft mit Familie und Trainer an. 15 Lokalmatadoren von SC Böblingen und SV Böblingen wollten derweil den Heimvorteil nutzen.
Großmeister mischten keine mit, dafür gingen sechs Internationale Meister an den Start. Tobias Kölle vom Münchner SC, der vergangenes Jahr noch für den TSV Schönaich antrat, und Matthias Dann von der OSG Baden sind mit einer Elo-Zahl von über 2400 dem Großmeister-Niveau, das bei 2500 Elo-Punkten beginnt, schon sehr nah. Aber auch Michael Fedorovsky aus München und Stefan Docx aus Belgien kamen für den Turniersieg durchaus in Frage. Und Hanne Goosens aus Belgien sowie Lina Nassr haben die Klasse, dem einen oder anderen Favoriten ein Bein zu stellen.
Im A-Open zeigte Tobias Kölle allen, wer der Chef im Ring ist. Nach sechs Siegen in Folge war ihm der Gesamterfolg bereits nicht mehr zu nehmen. In den letzten drei Runden war er dann jeweils mit einem Remis zufrieden, kam so auf 7,5 Punkte und gewann das Turnier schließlich mit einem halben Zähler Vorsprung. Matthias Dann, Michael Federovsky, Thilo Ehrmann aus Kuppenheim, Andrej Dubkov aus Heidenheim und Stefan Docx sicherten sich die weiteren Geldpreise. Quang Thai Ngo aus Aachen war bester Jugendlicher mit 6,5 Punkten, Hanne Goosens mit 5,5 Zählern die stärkste Frau und Torsten Schulte vom SC Böblingen mit 5 Punkten bester Senior.
Sehr viel knapper ging es im B-Open zu. Moritz Hurm aus Tübingen hatte die bessere Wertung vor Eduard Rau aus Bebenhausen, beide schlossen mit 7,5 Punkten ab. Insgesamt 7 Zähler erreichten Thierry Egbe Kossi aus Besigheim, Li Chen aus China, Yannik Hurm aus Tübingen als bester Jugendlicher und Michael Malte aus Bebenhausen. Beste Frau war hier mit 5,5 Punkten Ana Staudacher aus München, bester Senior wurde Friedrich Seischab aus Nürtingen mit 6,5 Zählern.