Ein Jahr nach dem Aus von Wildermuth-Bau kommen die letzten Verfahren vor Gericht zu einem Ende. Foto: Simon Granville

Im Mai 2025 wurde das Ende von Wildermuth Bau in Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) bekannt. Viele Arbeiter klagten gegen die Kündigung, nun enden die Verfahren.

Vor etwa einem Jahr drang das Aus der Wildermuth Bau in Bietigheim-Bissingen an die Öffentlichkeit. Die Baufirma verkündete das Ende des Geschäftsbetriebs nach 119 Jahren. Grund seien die ausbleibenden Aufträge im Hoch- und Tiefbau, hieß es damals. Viele der etwa 100 betroffenen Mitarbeiter gingen gegen ihre Kündigungen vor, jetzt stehen auch die letzten Verfahren vor dem Abschluss.

 

Das Aus kam für die meisten Mitarbeiter wohl überraschend, auch weil nicht eine Insolvenz Grund für den Rückzug der Inhaberinnen war. So weit kam es bei Wildermuth Bau gar nicht. Derzeit befindet sich die Firma in Liquidation.

Während dieser Phase der Abwicklung wehrten sich 30 Mitarbeiter gerichtlich gegen die Kündigungen. Nach meist erfolglosen Güteterminen im Sommer begannen im Januar die Verfahren vor dem Arbeitsgericht in Ludwigsburg.

Ein Jahr nach dem Aus der Firma bleiben nur noch eine Handvoll Verfahren bestehen. „In einem Verfahren folgt ein zweiter Kammertermin am 10. Juni. In vier Verfahren wurden die Klagen mit Urteil abgewiesen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig“, erklärt Matthias Rögele, Sprecher des Arbeitsgerichts. In sämtlichen anderen Verfahren haben sich die Parteien verglichen.