Beinahe-Katastrophe in Sindelfingen: Akku setzt fast Sortieranlage in Brand

Der brennende Akku hätte beinahe die gesamte Anlage in Brand gesteckt.
Landratsamt BöblingenEine Müll-Sortieranlage in Sindelfingen ist am Freitag einer Brandkatastrophe nur knapp entgangen. Das berichtet das Böblinger Landratsamt in einer Pressemitteilung. In der Anlage werden Altpapier und Kartonagen aus dem gesamten Landkreis sortiert und umgeschlagen – sowohl aus den blauen Tonnen als auch von den Wertstoffhöfen.
Am Freitagvormittag habe ein Radlader Altpapier zusammengeschoben, dabei hätten die Mitarbeiter Funken bemerkt. „Lediglich durch beherztes und rasches Eingreifen konnten die Mitarbeiter in der Papiersortieranlage die Ausbreitung eines Brandes verhindern“, heißt es in der Mitteilung weiter.
Akkus gehören nicht in die Mülltonne
Wie sich herausstellte, war die Ursache der Funkenbildung ein in einer blauen Tonne unsachgemäß entsorgter Akku. „Ein Akku kann sehr lange brennen und hätte die gesamte Anlage zerstören und auch Menschen gefährden können“, schreibt das Landratsamt.
In den vergangenen Monaten habe es auch in anderen Landkreisen einige Großschadensereignisse in Abfallbehandlungsanlagen mit Millionenschäden gegeben, bei denen als Brandursache unsachgemäß entsorgte Batterien oder Akkus vermutet würden. Daher appelliert der Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen dringend, keine Akkus oder Batterien in den Mülltonnen zu entsorgen, sie hätten weder in der Restmüll- noch in der Wertstofftonne oder gar in der Papiertonne etwas zu suchen.
Die richtige Entsorgung von Akkus erfolge kostenfrei über den Handel oder über einen der insgesamt 16 Wertstoffhöfe im Landkreis.