Die Radarfalle schnappte zu: Die Polizei stellte in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen rund 1900 Verstöße fest. Foto: Jan Woitas/dpa

Raserei kommt nicht nur bei illegalen Autorennen vor – die Polizei blitzte in Gerlingen (Landkreis Ludwigsburg) einen Mann, der viel zu schnell fuhr.

Traurig, aber wahr: Ein BMW-Fahrer war auf der Wildparkstraße in Gerlingen mit 156 Kilometern pro Stunde unterwegs. Erlaubt waren auf der Landesstraße nur 80 km/h – die Polizei nahm ihm für drei Monate den Führerschein weg. Der 35-Jährige muss obendrein ordentlich Strafgeld berappen: mindestens 700 Euro, teilt das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit.

 

Die Kontrolle fand am Mittwoch, dem Aktionstag „Speedmarathon“, statt. Das Polizeipräsidium in der Barockstadt schaute in den beiden Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen den Autofahrern besonders intensiv auf die Finger und die Tachometer.

Mehr als 1900 Verstöße – rund 40 Fahrer mehr als 40 km/h zu schnell

Der Tag ist Teil einer landesweiten Schwerpunktwoche des Innenministeriums zum Thema „Geschwindigkeit“, im Volksmund auch „Blitzerwoche“ genannt. Der Hintergrund: Bei fast jedem fünften schweren Unfall im Jahr 2025 war überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Ursache.

Insgesamt rollten bis Freitag etwa 17 000 Fahrzeuge durch die Kontrollen. Die knapp 160 Beamten stellten – mit Lasern oder automatischen Blitzern – mehr als 1900 Verstöße fest. Fast 40 Fahrer waren dabei um mehr als 40 km/h zu schnell unterwegs. Sie müssen laut Polizei mindestens 320 Euro Strafe bezahlen und mit einem Monat Fahrverbot rechnen.

Polizei will Bewusstsein schärfen: Tempolimits sind kein Selbstzweck

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg kontrolliert ganzjährig – also nicht nur in den Aktionstagen. Die massiven Messungen jetzt sollen die Aufmerksamkeit auf das Thema „Geschwindigkeit“ lenken. Die Polizei will das Bewusstsein dafür schärfen, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen kein Selbstzweck sind, sondern der Sicherheit aller dienen.