Erneut wird in Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg) eine Straße zum Teil gesperrt. Diesmal ist der Anlass der Bau der Neuen Pflugfelder Brücke. Was das für Autofahrer bedeutet.
In Kornwestheim ist man mittlerweile Straßensperrungen, Umleitungen und Baustellen gewohnt. Gefühlt gibt es aus der Stadt hinaus nur noch Umwege. Nun kommt eine weitere temporäre Behinderung auf der Straße hinzu. Nachdem Ende April bereits die ersten großen Fertigteile der neuen Großen Pflugfelder Brücke eingehoben worden sind, folgen am Samstag, 12. Juli, ab 7 Uhr und am Sonntag, 13. Juli, ab 10 Uhr die nächsten Schritte.
Insgesamt zwölf Spannbetonträger – jeweils vier Träger in jedem der drei Baufelder – werden an diesen Tagen ihren Platz finden. Alle zwölf Träger sind jeweils zwischen 28,5 und 34 Metern lang, die schwersten Teile wiegen rund 90 Tonnen. Um diese enorm schweren und großen Teile zu bewegen, kommt unter anderem ein Raupenkran mit einem 80 Meter langen Ausleger zum Einsatz, der eine halbseitige Sperrung des Verkehrs notwendig macht. Auf der Westrand- und Heinkelstraße wird deshalb von Mittwoch, 9., bis Donnerstag, 17. Juli, eine Einbahnstraßenregelung, die von südlicher in nördliche Richtung befahrbar bleibt, gelten.
Die Buslinie aus Ludwigsburg kommend wird über den Domertaldurchlass umgeleitet und fährt anschließend über die Solitudeallee, die Domertalstraße, den Domertaldurchlass, die Alte Allee und die Ludwigsburger Straße weiter. Die Haltestellen Max-Eyth-Straße, Maybachstraße, Herderstraße und Christofstraße können in dieser Zeit nicht angefahren werden. Die Ludwigsburger Verkehrslinien richten jedoch Ersatzhaltestellen in der Domertalstraße ein und bedienen zudem die Haltestelle Ludwigsburger Straße.
Der Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Grünflächen, Dirk Maisenhölder, bezeichnete den nun geplanten Einhub der zwölf Träger als letzte Großaktion des Neubaus. Die Brücke soll 2027 fertig sein. Die Eckdaten des Projekts belegen seine für Kornwestheim beispiellose Größe: 170 Meter lang ist die neue Brücke, sie überquert 16 Gleise, kostet 42 Millionen Euro und wird aus 4300 Kubikmetern Beton bestehen. Die alte Stahlkonstruktion wurde 2024 wegen statischer Mängel abgerissen.
Zuletzt kamen im April größere Stücke der neuen Brücke in Kornwestheim an. Es ist jedes Mal ein Schauspiel, wenn die großen Teile eingehoben werden und auch diesmal haben sich wieder Stadträte als Schaulustige angekündigt.