Der Ausbau von drei Stadtbahnhaltestellen in Heslach ist abgeschlossen. Nun werden Kabel im Kreuzungsbereich verlegt. Ob die Maßnahme bis zum Sommer fertig wird, ist noch unklar.
Die Arbeiten zur Verlängerung von drei Stadtbahn-Haltestellen im Stuttgarter Süden sind laut der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) weitgehend abgeschlossen. Allerdings schließen sich nun weitere Kabelarbeiten am Erwin-Schoettle-Platz in Zusammenarbeit mit Stuttgart Netze, der Netze BW und dem städtischen Tiefbauamt an. Das hat zum Teil lange Staus zur Folge.
Stadtbahnen sorgen für längere Wartezeiten
In den vergangenen Monaten – genauer seit 15. September – hatte die SSB die drei Haltestellen Bihl- und Südheimer Platz sowie eben am Erwin-Schoettle-Platz für den Einsatz der 80 Meter langen Bahnen – so lange sind zwei aneinander gehängte Stadtbahnzüge – ausgebaut. Derzeit erfolgen „lediglich noch Restarbeiten wie neue Geländer, Beleuchtung und kleinere Korrekturen“, so eine SSB-Sprecherin. Die stets sehr gut ausgelastete U1 wird dann ab Inbetriebnahme Ende 2026 neben der U6, U7 und U12 die vierte Linie sein, auf der die langen Züge eingesetzt werden. Die acht Haltestellen am anderen Streckenende zwischen Bad Cannstatt Wilhelmsplatz und Fellbach wurden bereits verlängert. Um die Umgestaltung der Endstation an der Lutherkirche wurde lange gerungen, wird daher nicht rechtzeitig fertig. Bis dahin werden die Bahnen der U1 bereits an der Schwabenlandhalle enden.
Seit kurz vor Weihnachten verkehren die Stadtbahnen der Linie U1 nach rund drei Monaten Sperrung wieder durchgängig zwischen Heslach/Vogelrain und der Lutherkirche in Fellbach sowie der Linie U14 durchgängig zwischen Vaihingen Bahnhof und Mühlhausen. Was für die Fahrgäste der SSB wieder eine Erleichterung bedeutet – schließlich entfällt das Umsteigen auf den Ersatzbusverkehr –, fordert von den Autofahrern allerdings wieder mehr Geduld.
Denn die Verkehrsführung lehnt sich an frühere Bauphasen im vergangenen Jahr an. Die Fahrzeuge aus Richtung Schwabtunnel werden in der Schickhardtstraße auf die Busspur geführt. Allerdings musste der Verkehr damals an der Kreuzung zur Böblinger Straße noch nicht auf die querenden Stadtbahnen Rücksicht nehmen. „Das kann zu längeren Wartezeiten im für den Individualverkehr führen als dies noch im vergangenen Jahr der Fall war“, teilen SSB und Stadt mit. Die Folge: Vor allem in den Morgenstunden stauen sich die Fahrzeuge teilweise bis in den Schwabtunnel hinein. „Es sind aber weiterhin alle Verkehrsbeziehungen aus der Schickhardtstraße möglich“, ergänzt eine SSB-Sprecherin. Daher sei auch keine Umleitung nötig.
Bauende ist noch nicht absehbar
Das sei auch in den kommenden Bauphasen der Fall. Allerdings müsse die Verkehrsführung auf der Schickhardtstraße immer wieder neu verschwenkt werden. Wie lange sich dies noch hinzieht, ist offen. Aufgrund von Bauverzögerungen aufgrund unerwarteter Zusatzaufgaben sei derzeit nicht absehbar, ob die Arbeiten am Erwin-Schoettle-Platz wie bisher geplant bis Mitte 2026 abgeschlossen werden können.
Im Anschluss daran sind dann die Arbeiten in der Böblinger Straße in Richtung Stadtmitte geplant. „Dann ist auch ein Abbiegen aus Richtung Schwabtunnel kommend, nicht mehr möglich“, sagt die SSB-Sprecherin. Zum Abschluss soll dann schließlich die Bushaltestelle in der Schreiberstraße umgestaltet werden. Das könnte dann auf anderen Strecken zu neuen Problemen führen.