Welche weiterführende Schule ist die richtige fürs eigene Kind? Hier finden Eltern alle wichtigen Informationen auf einen Blick – auch zu den Profilen der Gymnasien.
In diesen Wochen erfahren die Eltern von Viertklässlern, auf welcher Schulform die Klassenlehrkraft ihr Kind sieht. Dann müssen sie die Entscheidung fällen: Auf welcher Schule sollen sie es anmelden? Das einzige, was für die meisten Eltern momentan klar sein dürfte, sind die Termine: Vom 9. bis 12. März muss an den staatlichen Schulen die Anmeldung erfolgen. Ausnahme: das Kind ist hochbegabt.
Die Anmeldung für das Aufnahmeverfahren für die Hochbegabtenzüge steht schon im Februar an. Freitag, 6. Februar, und Montag, 9. Februar, sind die Stichtage für die Züge am Karls-Gymnasium und am Königin-Katharina-Stift. Auch für das Aufnahmeverfahren für den musikalischen Hochbegabtenzug am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium muss man sich bis Montag, 9. Februar, angemeldet haben.
Broschüre zu den weiterführenden Schulen
Die Mehrheit der Kinder ist allerdings natürlich nicht hochbegabt. Und je nach Grundschulempfehlung müssen sich die Eltern zwischen ganz schön vielen Schulen in Stuttgart entscheiden. In der Landeshauptstadt gibt es allein bei den staatlichen Schulen 25 Gymnasien, 15 Realschulen, acht Gemeinschaftsschulen und sieben Werkrealschulen. Was bieten die verschiedenen Schulen?
Dazu hat die Stadt Stuttgart eine eigene Broschüre aufgelegt, die man hier herunterladen kann. Alle weiterführenden Schulen in Stuttgart finden sich in dem PDF – auch die Schulen in freier Trägerschaft sind mit aufgeführt. Man erfährt die Adresse, Internetseite, ob es sich um eine Ganztagsschule handelt sowie die wichtigsten Angebote, die die Schule ausmachen, dazu zählt auch, mit welchen Ländern ein Schüleraustausch gepflegt wird. Im Fall des Johannes-Kepler-Gymnasiums können die Schülerinnen und Schüler sogar nach Qingdao in China. Das Dillmann-Gymnasium weist in seinem Eintrag unter anderem auf seine Chöre, Orchester, die Theater-AG und sein „Debating“, also Debattieren auf Englisch, hin. Das Eschbach-Gymnasium ist nicht nur Kulturschule, sondern hat unter anderem auch einen Ziegenstall. Andere punkten mit ihren Bläserklassen, den Robotik-AGs, verschiedensten Sprachdiplomen. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal hat in Stuttgart inzwischen das Karls-Gymnasium: Es ist das einzige Gymnasium, das noch einen G-8-Zug anbietet.
Profile der Gymnasien auf einen Blick
Interessant für Eltern, deren Kind auf ein Gymnasium gehen wird: Auf einer eigenen Seite in der Broschüre sind die Profile aufgeführt und welche Schulen diesen zuzuordnen sind. Auf der Liste sind auch die Gymnasien in freier Trägerschaft mit aufgeführt. Folgende Profile gibt es:
- das naturwissenschaftliche Profil ab Klasse 8
- das sprachliche Profil
- das Musik-Profil
- das Kunst-Profil
- das Sport-Profil
- Englisch-bilingual ab Klasse 5
- Deutsch-Italienisch mit Doppelabschluss (Abitur und Maturita)
- Deutsch-Französisch mit Doppelabschluss (Abitur und Baccalauréat)
Für den Fall, dass das Kind keine Empfehlung für das Gymnasium bekommen hat (und es auch den Potenzialtest nicht (erfolgreich) ablegt), stellt sich die Frage, ob es eine Realschule, eine Gemeinschaftsschule oder eine Werkrealschule werden soll. Letztere führt nur noch zum Hauptschulabschluss. Ob die Schulform langfristig in Stuttgart bestehen bleibt, ist offen. Die städtischen Pläne, die Werkrealschulen abzuwickeln, liegen erst mal auf Eis.
Auf der Realschule wird in Klasse 5 auf mittlerem Niveau gelernt, von Klasse 6 an gibt es auch die Möglichkeit, ins grundlegende Niveau zu wechseln. Auf der Gemeinschaftsschule lernen Kinder hingegen ab Klasse 5 auf allen drei Niveaus – auch auf dem erweiterten, also dem gymnasialem Niveau.
Hier noch mal der Link zu den Informationen zu den weiterführenden Schulen: https://www.stuttgart.de/leben/bildung/schulen/schulangebot#weiterfuehrende-schulen