Zufrieden mit dem Ergebnis, nicht mit der volleyballerischen Leistung: Konstantin Bitter. Foto: Baumann/Julia Rahn

Die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart siegen bei Neuling Borken 3:0 – in einem unerwartet engen Spiel. Der Coach kritisiert die Leistung, sieht aber auch positive Aspekte.

Volleyball-Bundesligist Allianz MTV Stuttgart steht weiter an der Tabellenspitze, die Bilanz liest sich makellos: drei Spiele, drei 3:0-Siege. Andere Zahlen belegen jedoch, dass der Erfolg am Samstagabend bei Aufsteiger Skurios Volley Borken viel knapper war, als es der große Favorit erwartet hatte. „Dieses Spiel hat gezeigt, dass wir immer noch eine junge, unerfahrene Mannschaft sind“, sagte Trainer Konstantin Bitter nach den drei engen Sätzen (25:23, 25:21, 25:23), „natürlich sind wir nicht zufrieden mit der volleyballerischen Qualität, die wir aufs Feld gebracht haben. Und trotzdem bin ich sehr stolz auf mein Team.“ Weil es Widerstandsfähigkeit gezeigt hatte.

 

Im dritten Durchgang lagen die Gäste, deren Coach kräftig rotierte, bereits mit 18:22 hinten, es sah nach dem ersten Satzgewinn des Neulings in der Bundesliga aus. Dann aber machten die Stuttgarterinnen fünf Punkte in Serie, ehe Lydia Grote, die als beste Akteurin des Abends ausgezeichnet wurde, den zweiten Matchball verwandelte. „Wir haben gesehen, was in den Köpfen unserer Spielerinnen passieren kann, wenn sie auf Widerstände treffen und nach ihrem Rhythmus suchen müssen“, sagte Coach Bitter, „es war ein schwieriges Spiel, weil wir uns immer wieder selbst unter Stress gesetzt haben. Aber wir haben uns nicht hängen lassen, sondern uns rausgekämpft. Das hat mir sehr gefallen.“

Nun gastiert der Dresdner SC bei Allianz MTV Stuttgart

Was nichts daran ändert, dass eine Leistungssteigerung vonnöten ist, soll die Weste weiß bleiben – denn an diesem Mittwoch (19 Uhr) gastiert Supercup-Gewinner Dresdner SC in der Scharrena. „Das wird“, meinte Bitter, „eine echte Standortbestimmung.“