Wenn nicht alle Anzeichen täuschen, wird der Mittelfeldspieler von der TSG Hoffenheim zum VfB Stuttgart wechseln – zuvor hat er sich überraschend in der MHP-Arena blicken lassen.
Die Begegnung hat sportliche Brisanz: Am Samstag tritt der VfB Stuttgart bei der TSG Hoffenheim an – und im Landesduell geht es in der Fußball-Bundesliga um die Qualifikation für die Champions League. Dabei hätte Grischa Prömel auf dem Rasen im Blickpunkt stehen können, da er zur kommenden Saison vom Kraichgau an den Neckar wechseln soll. Bestätigt ist das noch nicht, doch der Mittelfeldspieler ist gelbgesperrt. Dennoch tauchte er am Dienstagabend im VfB-Umfeld auf. Der 31-Jährige ließ es sich nicht nehmen, bei der Jubiläumsveranstaltung der Kinder-Stiftung Agapedia in der MHP-Arena dabei zu sein – aus privater Verbundenheit zu der Einrichtung, die Fußballlegende Jürgen Klinsmann vor 30 Jahren ins Leben gerufen hat.
„Ich engagiere mich schon seit einiger Zeit für Agapedia“, erklärte Prömel sein Erscheinen in den Katakomben des Stuttgarter Stadions. Mal schaut er im Esslinger Agapedia-Haus vorbei, um mit den Kindern zu kicken, mal besorgt er Stadiontickets, mal unterstützt er eine Veranstaltung. „Ich will hier in meiner Heimatstadt Esslingen helfen und etwas zurückgeben. Da ist der Fußball ein gutes Mittel, weil er verbindet“, sagte Prömel zu seinen Beweggründen.
Die Idee, sich im sozialen Bereich einzubringen, so der Mittelfeldspieler, kam ursprünglich von seinem Bruder. Und nachdem die Prömel-Brüder das Konzept von Agapedia vorgestellt bekamen und sie die Leidenschaft spürten, mit der vor allem Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren unterstützt und gefördert werden, da stand der Entschluss schnell fest: Grischa Prömel ist voll dabei, wenn es um die Herzenssache geht – auch wenn es mal zu einem überraschenden Zeitpunkt an einem nicht unbedingt zu erwartenden Ort ist.