Der 25-Jährige fehlt dem Bundesligisten aufgrund einer Knieverletzung schon lange. Auch davor gab es reichlich Ausfallzeiten – was einen finanziellen Aspekt hat.
Noch ist Geduld gefragt – bei Dan-Axel Zagadou und bei Sebastian Hoeneß. Der Abwehrspieler des VfB Stuttgart arbeitet nach einer schweren Verletzung weiter an seinem Comeback und der Trainer des Fußball-Bundesligisten rechnet auch in nächster Zeit nicht mit dem 25-Jährigen. Trotz der positiven Signale, die Hoeneß zuletzt erhalten hat. Eine Prognose darüber, wann Zagadou wieder im Kreis der Mannschaft steht, will der Coach nicht wagen. Denn es soll kein Zeitdruck aufgebaut werden.
Doch vermisst wird Zagadou als starker Innenverteidiger und klare Führungskraft schon lange. 55 Pflichtspiele hat der Franzose verpasst, seit er im September 2022 als damals vereinsloser Spieler zum VfB gekommen ist. Und schon bei Borussia Dortmund spielte der Körper oft nicht mit. Besonders zwei Verletzungen am rechten Knie haben dem 1,97 Meter großen Profi in Stuttgart zugesetzt.
Seit Ende September des vergangenen Jahres fehlt er aufgrund einer Außenbandblessur, 149 Fehltage werden dafür aktuell beim Internetportal transfermarkt.de aufgelistet. Davor ging es darum, einen Trainingsrückstand aufzuholen (64 Tage), nachdem er nach einem Kreuzbandriss 152 Tage ausgefallen war. Nur drei Kurzeinsätze ergaben sich anschließend in der laufenden Saison. Eine Fußverletzung (acht Tage ) und ein Bänderriss im Sprunggelenk (30 Tage) sowie weitere Krankheitstage (neun) komplettieren die Ausfallhistorie Zagadous beim VfB.
Gehalt kostet die lange Fehlzeit den VfB als Arbeitgeber aber nur teilweise, da nach sechs Wochen die Berufsgenossenschaft sowie die Krankenversicherung einspringen. Viele Spieler haben auch noch eine private Zusatzversicherung abgeschlossen, falls sie sich ernsthaft verletzen. Der Club ist dann erst einmal raus. Im Kniefall Zagadou (Vertrag bis 2026) kommt da viel Geld zusammen. Im Grunde ein Jahresgehalt. Dieses liegt nach Informationen unserer Redaktion zwischen zweieinhalb und drei Millionen Euro. Etwa genauso viel hatte die Zagadou-Seite beim Vertragsabschluss unter dem damaligen Sportdirektor Sven Mislintat auch an Handgeld erhalten.
Geld haben die Stuttgarter zudem bei El Bilal Touré gespart. Der Stürmer aus Mali war im November 2023 mit einem Mittelfußbruch von einer Länderspielreise zurückgekehrt. Jetzt trainiert Touré bereits wieder auf dem Platz. Hoeneß erwartet die Leihgabe bald im Mannschaftstraining zurück. Das ist – einer Faustregel nach – dann der Zeitpunkt, ab dem der VfB wieder Gehalt bezahlt. Der Spieler muss von einem Arzt gesund geschrieben werden. Bei Zagadou wird das noch etwas dauern.