Luca Jaquez (li.) und Dan-Axel Zagadou fallen wochenlang aus. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Der VfB Stuttgart war zuletzt in der Abwehr richtig gut aufgestellt. Nun fallen gleich zwei Spieler mindestens bis Jahresende aus.

Als der VfB Stuttgart sein Zweitrundenmatch gegen den 1. FSV Mainz gewann, spielte Luca Jaquez noch eine Hauptrolle. Der Schweizer stand in der Startelf und köpfte sein Team bereits nach sechs Minuten in Führung. An diesem Mittwoch (18 Uhr/ARD) steht nun das nächste Spiel im DFB-Pokal für die Stuttgarter an – für Luca Jaquez reicht es diesmal aber nicht einmal zu einer Nebenrolle.

 

Der Innenverteidiger hat sich am vergangenen Sonntag noch vor der Partie beim Hamburger SV (1:2) eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Klingt harmlos, hat aber langfristige Wirkung. „Er wird in diesem Jahr definitiv nicht mehr zur Verfügung stehen“, sagte Sebastian Hoeneß am Dienstagvormittag – und bezog das nicht nur auf den Schweizer Nationalspieler.

Gleiches gilt für Dan-Axel Zagadou. Dass der Franzose ausfällt, ist schon seit dem vergangenen Mittwoch klar. Da verletzte sich der Abwehrhüne im Abschlusstraining für die Europa-League-Partie bei den Go Ahead Eagles, das der VfB am Tag danach 4:0 gewann. Für Zagadou ist das besonders bitter, da er nach einer monatelangen Ausfallzeit gerade erst zurückgekehrt war.

Die „signifikante Muskel-Sehnen-Verletzung“ (Hoeneß) sorgt nun erneut dafür, dass der 26-Jährige nun wieder pausieren muss. Einzige positive Nachricht im Rahmen dieser schlechten Neuigkeiten: Die Blessur wird zwar „in der Nähe“ des zuletzt verletzten Knies verortet, das Gelenk an sich ist aber nicht erneut betroffen. „Es ist bitter“, sagte Hoeneß, „er hatte seinen zweiten Bundesligaeinsatz zuletzt schon viel besser vertragen als den ersten.“

Seit einigen Wochen wieder regelmäßiger Teilnehmer am Mannschaftstraining des VfB: Leonidas Stergiou. Foto: Pressefoto Baumann

Somit hat sich für den VfB die recht komfortable Lage in der Innenverteidigung wieder ein Stück weit verändert. Von den Spielern, die zuletzt im defensiven Zentrum eingesetzt worden sind, verbleiben nun noch Jeff Chabot, Finn Jeltsch, Ramon Hendriks und Ameen Al-Dakhil – wobei Letzterer nicht für die Europa League gemeldet worden ist. Im internationalen Wettbewerb steht in diesem Jahr noch das Heimspiel gegen Maccabi Tel Aviv an (11. Dezember, 18.45 Uhr).

Nach dem Pokalspiel in Bochum sieht der Terminplan derweil noch drei Bundesligapartien vor: gegen den FC Bayern, beim SV Werder Bremen und gegen die TSG Hoffenheim. Dafür könnte ein VfB-Profi Thema werden, der zuletzt ganz langsam wieder sichtbar geworden ist: Leonidas Stergiou.

Der Schweizer fehlte dem VfB monatelang wegen einer Syndesmoseverletzung, kämpfte sich nun Stück für Stück zurück und ist laut Hoeneß wieder „gesund und stabil“. Stergiou trainiere seit geraumer Zeit „problemfrei“ und sei ein Spieler, der im Grunde „mehr verdient“ habe, als nur zu trainieren. Allerdings seien im „großen Kader“ des VfB andere Abwehrspieler zuletzt vor dem 23-Jährigen gestanden. Aufgrund des aktuellen Verletzungspechs „verändern sich womöglich die Perspektiven“, sagt Hoeneß und macht dem Schweizer Hoffnung auf ein baldiges Saisondebüt.

Allerdings: Auch Leonidas Stergiou ist für die Europa League nicht spielberechtigt. Und damit kein Abwehrkandidat für die restlichen drei Partien der Ligaphase gegen Maccabi Tel Aviv, AS Rom (22. Januar) und die Young Boys Bern (29. Januar).