Nach dem 39:27-Heimsieg gegen Erlangen-Bruck am Samstag patzt am Tag darauf der Verfolger HC Erlangen. Die Kornwestheimer sind damit drei Spieltage vor Schluss uneinholbar.
Meister! Der SV Kornwestheim wurde am Sonntagabend Meister von der Coach aus. Nach dem 39:27-Heimsieg gegen Erlangen-Bruck am Samstagabend haben die Lurchis die Meisterschaft am Tag darauf vom Sofa aus geholt: Der HC Erlangen 2 patzte zu Hause gegen den TV Neuhausen/Filder und unterlag mit 34:37 Toren. Damit haben sie sich den Meistertitel der 3. Liga Süd gesichert. Bereits drei Spieltage vor Saisonende sind die Kornwestheimer nicht mehr einholbar.
Einen Tag zuvor hatten die Lurichs ihre Hausaufgaben gemacht und präsentierten sich gegen Erlangen-Bruck von Beginn an bissig und hellwach. Bereits in der Anfangsphase setzte sich Kornwestheim mit einem 4:0-Lauf ab. Rückraumakteur Felix Kazmeier traf dabei doppelt, Jan Döll und Linksaußen Marco Lantella steuerten jeweils ein Tor bei. So stand es nach neun Minuten bereits 8:3, was Erlangen-Bruck zu einer sehr frühen Auszeit zwang. Doch auch danach blieben die Kornwestheimer dominant und bauten die Führung bis zur 15. Minute auf 12:5 Treffer aus.
Dann allerdings schlichen sich Unkonzentriertheiten ins Spiel der Hausherren ein. Unnötige Ballverluste ermöglichten es den Gästen, ab der 20. Minute aufzuschließen. „Da war ich unzufrieden, wir haben die Bälle weggeschmissen und Erlangen-Bruck wieder zurück ins Spiel gebracht“, so Schurr. Näher als auf drei Tore kam der Aufsteiger allerdings nicht heran. Stattdessen stabilisierte sich Kornwestheim wieder und setzte kurz vor der Pause mit einem 3:0-Lauf – zwei Treffern durch Finn Joneleit, einer durch Lukas Reu – nochmals ein klares Zeichen. So ging es mit einer komfortablen 19:13-Führung in die Halbzeitpause.
Direkt nach dem Wiederanpfiff stellten die Lurchis dann die Weichen. Kreisläufer Max Keil, Rechtsaußen Jan Kägler und erneut Kazmeier erhöhten auf 23:13. Spätestens beim 26:14 durch Kapitän Christopher Tinti und Jan Döll in der 39. Minute war die Partie dann entschieden. „In der Phase zwischen der 30. und 40. Minute haben wir den Grundstein für den klaren Sieg gelegt“, erklärte auch Schurr. Nicht unwesentlich abermals daran beteiligt: Keeper Jan Tinti. Er performte in dieser Begegnung durchweg von Anfang bis zum Ende und setzte damit seinen derzeit guten Lauf fort. Bereits in Würzburg wurde er vor allem in der Schlussphase ein essenzieller Faktor, so auch in diesem Heimspiel. Insgesamt glänzte er mit einer Quote von 40 Prozent.
In der Folge nutzte Schurr dann ausgesprochen früh die Gelegenheit zu wechseln. Besonders erfreulich: Rückkehrer Marvin Bahmann, der nach seiner langen Verletzungspause – wie zuletzt in Würzburg – wieder auflief, zeigte sich direkt wieder als wichtiger Mann auf dem Platz. Zudem belohnte Bahmann sich und sein Team direkt mit einem Treffer. „Mich freut es sehr, dass Marvin wieder einen Schritt nach vorne gemacht hat“, sagte Schurr. Auch Fabian Kugel, der mal wieder mit auf der Bank saß, trug sich in die Torschützenliste ein. Ein gelungenes Spiel zeigte zudem Nachwuchsspieler Toni Luithardt, der mit vier Treffern überzeugte und seine Einsatzzeit gut nutzte. Den Schlusspunkt setzte schließlich Tim Zeppmeisel mit dem Treffer zum 39:27-Endstand.
SV Kornwestheim: Henke, J. Tinti – Reu (2), Luithardt (4), Keil (4), Zeppmeisel (3), Kazmeier (9/2), C.Tinti (3), Lantella (3), Kaysen (1), Döll (2), Kägler (1), Bahmann (1), Joneleit (5)