Eröffnungstanz: Der Hochzeitstanz: Was Paare wissen müssen

Um eine perfekte Atmosphäre zu schaffen, greifen viele Paare auf eine Nebelmaschine zurück.
Shutterstock/Shunevych SerhiiFür viele Brautpaare und Gäste ist der Hochzeitstanz der emotionale Höhepunkt des Abends. Er dient oft als Übergang vom zeremoniellen Abschnitt hin zur ausgelassenen Feier. Symbolisch steht er für den gemeinsamen Start als Ehepaar und bietet nebenbei auch fotogene Momente für wunderschöne Hochzeitserinnerungen.
Warum gibt es den Hochzeitstanz?
Wie so oft liegt der Ursprung in der griechischen Mythologie. Laut dieser waren die Menschen früher eine Seele. Nachdem sie aber die Götter verärgerten, wurden sie mit einem Fluch belegt, der sie trennte. Ihr restliches Leben verbrachten die Menschen dann mit der Suche nach ihrer besseren Hälfte. Ist dies gelungen, feierte man die Begegnung mit einem Tanz, der sie erneut vereinte.
Der klassische Hochzeitstanz, wie wir ihn heute kennen, hat seinen Ursprung im 18. Jahrhundert. Der Tanz galt als Statussymbol und Etikette und durfte bei keinem gesellschaftlichen Anlass fehlen. Üblicherweise mit einem langsamen Walzer und begleitet von einem Orchester. Mittlerweile hat sich die Etikette geändert und damit auch die Wahl der Tanzart.
Welcher Tanz ist der Richtige für den Eröffnungstanz?
Regel Nummer eins bei der Wahl des richtigen Eröffnungstanzes: Das Brautpaar muss sich wohlfühlen und dabei Freude und Liebe ausstrahlen. Um herauszufinden, bei welcher Art von Tanz das gewährleistet ist, gibt es hier eine Übersicht:
Hier unterscheidet man zwischen diesen drei Ausführungen:
1. Der langsame Walzer
Besonders geeignet ist der langsame Walzer für Personen, die wenig bis keine Erfahrungen im Paartanz haben. Er zeichnet sich durch ruhige und fließende Bewegungen sowie den Dreivierteltakt aus.
2. Wiener Walzer
Für die die etwas fortgeschrittenen Tänzer oder solche, die es werden wollen, ist der Wiener Walzer die richtige Wahl. Ob im Dreiviertel- oder Sechsachteltakt – hierbei sollte man früh mit dem Training unter professioneller Anleitung beginnen.
3. Moderner Walzer
Wer den klassischen Walzer zu altbacken findet, bedient sich am modernen Walzer. Im Grunde bleibt der Tanz der gleiche, nur bei der Wahl des Liedes kann man auf moderne Stücke setzen.
Der Discofox ist einer der bekanntesten Gesellschaftstänze in Deutschland und punktet vor allem durch seine Einsteigerfreundlichkeit. Durch den simplen Grundschritt „Eins-Zwei-Tap“ – und die leichte Integration einiger Figuren – lässt sich der Discofox mit einer kurzen Vorbereitungszeit erlernen. Ein weiteres Plus: Für kleinere Tanzflächen lässt er sich ideal anpassen.
Für diejenigen, die voll auf Romantik setzen und keinerlei Tanzerfahrung besitzen, ist der Blues die perfekte Wahl. Mit dem einfachsten Tanzschritt der Welt, dem Pendel-Schritt, liegt sich das Brautpaar eng umschlungen in den Armen und genießt den Moment zu zweit.
Wer Rhythmusgefühl, Kreativität und ein bisschen Knistern in seinen Eröffnungstanz bringen möchte, entscheidet sich für die Rumba. Sie zeichnet sich vor allem durch die Nähe der beiden Tanzpartner und deren Zuneigung aus.
Wenn die Stimmung nicht von tränenreichen Blicken, sondern von Lebensfreude und Energie geprägt sein soll, ist der Salsa optimal. Durch den mitreißenden Rhythmus ist der Tanz ein Stimmungsgarant und bringt jeden Gast auf die Tanzfläche für die anschließende Party. Keine Frage, dass er durch seine Leidenschaft ein wahrer Eyecatcher ist.
Und weil Tanzen ohne Musik wie eine Hochzeit ohne Braut wäre, gibt es hier zahlreiche Inspiration für das ideale Hochzeitslied.
Wann sollte man mit dem Üben beginnen?
Übung macht den Meister – so weit, so gut. Aber wann genau man damit beginnen sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidet man sich für einen aufwendigeren Tanz, wie den Salsa, oder organisiert sogar etwas Kreativeres wie einen Flashmob, sollte man bereits sechs Monate vor dem Hochzeitstermin mit der Planung starten. Damit hat man genügend Zeit für die Recherche nach einer passenden Tanzschule oder einen Online-Kurs.
Ein bis zwei Monate vor der Hochzeit ist regelmäßiges Üben mit zwei Terminen pro Woche angesagt. Letzte Änderungen an der Choreographie sollten hier vorgenommen werden. Wichtig ist, dass man bereits in ähnlichen Outfits, wie am großen Tag, trainiert. Für den Fall eines voluminöseren Brautkleids und glatten Anzugsschuhen ist man dadurch bestens gewappnet.
Eine Woche vor der Hochzeit ist die perfekte Zeit für eine Generalprobe, idealerweise in der Hochzeitslocation. In der letzten Woche vor dem großen Tag sollte man dann aber nicht übertrainieren, sondern sich noch ein wenig Leichtigkeit bewahren und den Spaß in den Fokus stellen. Für den Fall, dass ein Hochzeitstanz für das Brautpaar nicht infrage kommt, gibt es aber auch Alternativen.

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Stuttgarter NachrichtenDas sind die besten Alternativen zum Hochzeitstanz
Ungern im Mittelpunkt stehen, keine Tanzerfahrung haben, Platzmangel oder einfach der Wunsch, klassische Traditionen zu brechen – die Liste für Gründe auf den Hochzeitstanz zu verzichten, ist lang. Deshalb gibt es hier eine Liste für alle Brautpaare, die nach Alternativen für den Eröffnungstanz suchen:
Checkliste für den perfekten Hochzeitstanz:
Am Ende ist es wichtig, dass sich das Brautpaar wohlfühlt – ob mit Wiener Walzer, Rumba oder doch ganz ohne Tanz und dafür mit viel Gesang. Auch wenn trotz intensiver Vorbereitung doch eine Kleinigkeit schief geht, ist es doch die Imperfektion, die diesen besonderen Moment so individuell und unvergesslich macht.