Woher kommt der Begriff
: oanaweag

"Woher kommt eigentlich oanaweag?", wollte ein Leser wissen. Mit diesem Wort stoßen wir, was die Phonetik betrifft, ins Mark des Schwäbischen.
Von
Roland Groner
Stuttgart
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Neben õ enåwäåg gibt es im Schwäbischen auch õãnåwäåg, ã enåwäåg, õnnåwäåg (jeweils lautgetreu wiedergegeben ). Manche werden sich fragen, warum diese Wörter hier in dieser Form geschrieben werden. Betrachten wir es am Beispiel ã enåwäåg. Zunächst hängt dies damit zusammen, dass in dem Wort ã enå hinter dem Doppellaut der Laut n folgt. Dieses n bewirkt, dass der vorausgehende Vokal a, o oder e nasal gesprochen wird, und auch ein Doppelvokal wird von den nasalierenden n, m, ng entsprechend beeinflusst. Nasale Laute werden in der sprachwissenschaftlichen Schreibweise mit einer Wellenlinie (Tilde) gekennzeichnet. Damit erkennt man, dass hier nicht der offene Vokal oder Doppellaut gesprochen wird.

Zur Verdeutlichung vergleichen wir einmal drei schwäbische Eier. Es gibt nämlich ãe Ae, õe, Oe, õã Oå. Alle drei Eier dürfen gleich aussehen, sie werden aber unterschiedlich ausgesprochen. Das Zahlwort ein ist jeweils nasal, das Ei jeweils mit einem offenen Doppellaut geschrieben. Jeder Leser kann hier selbst die Aussprache des Zahlwortes ein mit der des dazugehörenden Eies vergleichen. Wenn es nicht gleich gelingt, õ enåwäåg viel Spaß!

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