Wetter in Baden-Württemberg: DWD rechnet mit bis zu 3 cm großen Hagel

Hagelkörner auf einer Straße (Archvibild).
Ralf Drefin/SWM DV Studio/dpaIn Baden-Württemberg drohen am Dienstag, 14. Juli 2026, kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes können sich vor allem am Nachmittag und Abend örtlich Unwetter entwickeln. Dabei ist Hagel mit Korngrößen von bis zu drei Zentimetern möglich.
Grund für die angespannte Wetterlage ist feuchtwarme Luft, die von Westen nach Süddeutschland einströmt. Gleichzeitig sorgt ein ausgeprägtes Tief in höheren Luftschichten dafür, dass die Atmosphäre im Tagesverlauf zunehmend instabil wird.
Am Vormittag erste Gewitter
Bereits in der ersten Tageshälfte ziehen von Westen nach Osten Schauer und Gewitter über das Land. Lokal können dabei bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit fallen. Hinzu kommen Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Stunde.
Zwischen den Gewittern kann sich das Wetter vorübergehend beruhigen. Diese Pause dürfte jedoch nicht lange anhalten.
Unwettergefahr steigt am Nachmittag
Ab dem Nachmittag rechnet der DWD erneut mit teils kräftigen Gewittern. Dann sind örtlich bis zu 25 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Die Böen können Geschwindigkeiten zwischen 60 und 80 Kilometern pro Stunde erreichen.
Lokal können sich auch Unwetter entwickeln. In besonders kräftigen Gewitterzellen sind bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Dazu kommen Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu drei Zentimetern.
Außerdem besteht die Gefahr schwerer Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. Dadurch können Äste abbrechen, Bäume umstürzen und lose Gegenstände durch die Luft geschleudert werden.
Gefahr durch Starkregen und Hagel
Heftiger Starkregen kann Straßen, Unterführungen und Keller innerhalb kurzer Zeit überfluten. Auch kleinere Bäche und Flüsse können rasch anschwellen.
Hagel kann Fahrzeuge, Dächer, Pflanzen und Außenanlagen beschädigen. Da die Gewitter nur örtlich auftreten, können sich die Wetterverhältnisse auf engem Raum stark unterscheiden. Während es an einem Ort trocken bleibt, kann wenige Kilometer entfernt ein schweres Gewitter niedergehen.
Bis zu 34 Grad und hohe Wärmebelastung
Trotz der Gewitter bleibt es schwülwarm bis heiß. Die Höchsttemperaturen liegen am Dienstag zwischen 28 und 34 Grad.
Unterhalb von 600 Metern wird vielerorts eine starke Wärmebelastung erwartet. Besonders in Städten und dicht bebauten Gebieten kann die Hitze belastend sein.
Der Wind weht meist mäßig aus westlichen Richtungen und frischt zeitweise stark böig auf. In Gewitternähe drohen später schwere Sturmböen.
Gewitter lassen nachts nur langsam nach
In der Nacht zum Mittwoch schwächt sich die Gewitteraktivität vorübergehend ab. Gebietsweise sind jedoch weiterhin Schauer und einzelne Gewitter möglich.
Zwischen Karlsruhe und Mannheim werden tropische Tiefstwerte um 20 Grad erwartet. In den übrigen Regionen sinken die Temperaturen auf 15 bis 19 Grad.
Auch am Mittwoch lokale Unwetter möglich
Am Mittwoch wechseln sich Sonne und Wolken ab. Im Tagesverlauf bilden sich erneut starke Gewitter. Stellenweise besteht wieder Unwettergefahr durch heftigen Starkregen, Hagel und stürmische Böen.
Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 24 Grad im Bergland und bis zu 32 Grad im Kraichgau. In der Nacht zum Donnerstag bleibt das Risiko für kräftige Gewitter vor allem südlich von Schwarzwald und Schwäbischer Alb erhöht.
Am Donnerstag zeigt sich häufiger die Sonne. Im Bergland können sich jedoch erneut einzelne Schauer und Gewitter bilden. Mit Temperaturen von bis zu 33 Grad in der Kurpfalz bleibt es heiß.
Für Freitag erwartet der DWD erneut Schauer, Gewitter und gewittrigen Regen. Die Höchstwerte liegen dann zwischen 24 Grad in hohen Lagen und 30 Grad in tieferen Regionen.
