Tierischer Sprössling
: Seltene Affenart bekommt Nachwuchs im Heidelberger Zoo

Dicht bei seiner Mutter verbringt das Weißscheitelmangaben-Mädchen seinen ersten Monat im Zoo Heidelberg. Warum die Affenart bedroht ist.
Von
dpa
Heidelberg
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Dicht bei der Mama verbringt das Affenbaby seinen ersten Monat im Zoo Heidelberg.

Petra Medan/Zoo Heidelberg/dpa
  • Zoo Heidelberg meldet Nachwuchs bei den seltenen Weißscheitelmangaben.
  • Das Jungtier kam Mitte September zur Welt und bleibt eng bei der Mutter.
  • Die dritte Geburt des Weibchens – laut Kuratorin wirkt das Affenmädchen gesund.
  • Artenschutzaspekt: Die Art ist stark bedroht, Bestände schrumpfen durch Rodung und Jagd.
  • Zoos setzen auf Erhaltungszuchtprogramme – zugleich gibt es Kritik wegen fehlender Auswilderung.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Ein kleines Affenbaby sorgt im Zoo Heidelberg für Freude: Die seltene Affenart der Weißscheitelmangaben hat Nachwuchs bekommen, wie der Zoo mitteilte.

Das kleine Jungtier sei Mitte September geboren worden und verbringe die Zeit seither dicht bei seiner Mutter. Für das Weibchen war es die dritte Geburt, deshalb kümmere es sich routiniert, hieß es. „Der Nachwuchs entwickelt sich bislang altersgerecht und macht einen rundum gesunden Eindruck“, so Zoo-Kuratorin Sandra Reichler.

Besucher können Mutter und Jungtier bereits auf der Anlage beobachten. In den kommenden Monaten dürfte das Affenmädchen zunehmend neugieriger werden und seine Umgebung auf eigene Faust erkunden, wie der Zoo mitteilte.

Hoffnungsträger für seine bedrohte Art?

Auch mit Blick auf den Artenschutz sei die Geburt eine gute Nachricht, teilte der Heidelberger Zoo mit. Weißscheitelmangaben gehören zu den am stärksten bedrohten Primaten Afrikas. Sie leben vor allem in den Regenwäldern von Ghana und der Elfenbeinküste. Ihre Bestände seien vielerorts deutlich zurückgegangen. Grund dafür seien die Zerstörung des Lebensraums durch Rodungen und Jagd, hieß es.

Das Weißscheitelmangaben-Mädchen entwickle sich gut und mache einen gesunden Eindruck, so der Zoo.

Andreas Traxler/Zoo Heidelberg/dpa

Zoos verstehen sich zunehmend als Artenschutzzentren. Laut Bundesumweltministerium hat sich Deutschland dazu verpflichtet, Tierarten innerhalb und außerhalb ihrer Lebensräume zu schützen - vor allem durch Erhaltungszuchtprogramme in Zoos. „Jedes Jungtier trägt dazu bei, eine genetisch vielfältige Reservepopulation zu erhalten und ist ein Erfolg für den Artenschutz“, sagte Sandra Reichler. Tierschutzorganisationen kritisieren jedoch, dass viele Tiere dauerhaft in Zoos bleiben und nicht ausgewildert werden.