Sturm in Baden-Württemberg
: Wo Böen bis 100 km/h drohen

In Baden-Württemberg kann es heute stürmisch werden. Diese Regionen sind laut DWD betroffen.
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Windsack weht bei Regen und kräftigem Wind am Mast: 16.09.2025, Mecklenburg-Vorpommern, Wismar: Tempo drosseln, Abstand halten und beide Hände am Lenkrad: Bei Sturm ist eine vorausschauende, konzentrierte Fahrweise noch wichtiger. (zu dpa: «Sturm über dem Norden erwartet») Foto: Jens Büttner/dpa/dpa-tmn +++ dpa-Bildfunk +++

In Baden-Württemberg drohen heute starke Sturmböen.

Jens Büttner/dpa-tmn/dpa

Nach großer Hitze droht Baden-Württemberg am Donnerstag ein stürmischer Wetterumschwung. Von Westen zieht am Nachmittag eine Böenfront über das Land. Dabei sind verbreitet stürmische Böen und Sturmböen möglich. Vereinzelt können die Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Kilometer pro Stunde erreichen.

Besonders früh betroffen sind die westlichen Landesteile. Die Böenfront zieht von Südwesten her auf und breitet sich anschließend weiter über Baden-Württemberg aus. Begleitet werden kann sie von einzelnen Schauern und Gewittern mit Hagel.

Böenfront erreicht Baden-Württemberg am Nachmittag

Der Donnerstag beginnt zunächst vielerorts sonnig und sehr heiß. Im höheren Bergland steigen die Temperaturen auf etwa 33 Grad, in Oberschwaben auf rund 35 Grad. Am Rhein, am Neckar und an der Tauber werden sogar 37 bis 39 Grad erwartet.

Im Laufe des Nachmittags nimmt die Bewölkung von Westen her deutlich zu. Mit der heranziehenden Böenfront frischt der Wind abrupt auf. Verbreitet sind stürmische Böen mit Geschwindigkeiten bis etwa 70 Kilometer pro Stunde möglich.

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Teilweise muss mit Sturmböen oder schweren Sturmböen zwischen 80 und 100 Kilometern pro Stunde gerechnet werden. Der Wind kommt dabei aus nordwestlicher Richtung.

Westen und Südwesten zuerst betroffen

Da die Böenfront von Südwesten aufzieht, steigt die Sturmgefahr zunächst im Westen und Südwesten Baden-Württembergs. Dazu gehören insbesondere die Regionen entlang des Rheins und im Schwarzwald.

Im weiteren Verlauf kann der starke Wind auch die Mitte und den Osten des Landes erreichen. Eine genaue Eingrenzung der stärksten Böen ist jedoch nur kurzfristig möglich. Besonders kräftige Windspitzen können im Umfeld einzelner Gewitter auftreten.

Während es zunächst nur lokal einige Regentropfen gibt, kann sich vereinzelt auch ein kurzes Gewitter entwickeln. Dabei sind neben Hagel schwere Sturmböen möglich.

Schwarzwald auch in der Nacht betroffen

In der Nacht zum Freitag lässt der Wind in vielen Regionen nach. Es bleibt teils wolkig, teils klar. Vereinzelt ziehen Schauer durch, auch kurze Gewitter können nicht ausgeschlossen werden.

In exponierten Lagen des Schwarzwalds bleibt es jedoch windig. Dort sind erneut starke bis stürmische Böen aus Südwest möglich. Die Temperaturen sinken auf 21 bis 14 Grad.

Am Freitag erneut Sturmböen bei Gewittern

Am Freitag beginnt der Tag überwiegend freundlich. Im äußersten Norden Baden-Württembergs sind zunächst noch einzelne Schauer oder Gewitter möglich. Im Tagesverlauf nimmt das Gewitterrisiko vor allem vom Bergland aus erneut zu.

Bei Gewittern drohen örtlich Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde. Hinzu kommen Hagel mit Korngrößen um zwei Zentimeter und Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit.

Vereinzelt können sich Unwetter mit heftigem Starkregen entwickeln. Die Gewittergefahr hält voraussichtlich bis in die Nacht zum Samstag an.

Lose Gegenstände rechtzeitig sichern

Wegen der erwarteten Sturmböen sollten lose Gegenstände auf Balkonen, Terrassen und in Gärten rechtzeitig gesichert werden. Fahrzeuge sollten möglichst nicht unter Bäumen abgestellt werden.

Während der stärksten Böen können Äste abbrechen und Gegenstände umherfliegen. Besonders gefährlich sind Aufenthalte in Wäldern, Parks und in der Nähe alter Bäume. Auch Baustellen, Zelte und leichte Konstruktionen können von den Windböen betroffen sein.