Seit sechs Jahren verschwunden: Vermisste Scarlett: Neue Hoffnung nach der jüngsten Suche

Ein Suchplakat hängt weiter an dem Supermarkt in Todtmoos, bei dem Scarlett zum letzten Mal gesehen wurde.
Philipp von Ditfurth/dpa- Private Suchgruppe meldet neue Hinweise zum Fall der Vermissten Scarlett Salice.
- Suchhunde schlugen am Wildensteinfelsen im Wehratal auf beiden Zugangswegen an.
- Hunde reagierten vor und hinter dem Felsen – danach keine Reaktion mehr, Tiere spielten.
- Möglichkeit eines Absturzes wird nicht ausgeschlossen, Polizei sieht keine Straftat.
- Suche lief mit „Finderwille“, Facebook-Gruppe und Vater; seit dem 10. September 2020 vermisst.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gibt es rund sechs Jahre nach dem Verschwinden der Wanderin Scarlett Salice im Südschwarzwald eine neue Spur? Mitglieder einer privaten Hilfsorganisation wollen bei einer Suchaktion auf dem Schluchtensteig erstmals wieder Hinweise auf den Verbleib der damals 26-Jährigen gefunden haben. „Die Suchhunde haben im Bereich des Wildensteinfelsen mehrfach angeschlagen“, sagte Vereinsgründer Rüdiger Orth. „Und Hunde lügen nicht.“
Nach seinen Angaben reagierten die Suchhunde bei einer seit langem geplanten Suchaktion am Wochenende auf beiden Zugangswegen zum Wildensteinfelsen im Wehratal. Die Tiere hätten jeweils vor und hinter dem Felsen angeschlagen. „Als wir am Felsen vorbei waren, haben die Hunde nicht mehr angeschlagen und angefangen zu spielen“, erzählt er. Nicht ausgeschlossen sei daher, dass Scarlett damals abgestürzt sei. Zuvor hatte die „Badische Zeitung“ über die Suche berichtet.
Seit sechs Jahren keine Spur
An der Aktion im Wehratal beteiligten sich Mitglieder des Vereins „Finderwille“, den Orth gegründet hat. Der Verein hat sich auf die Ausbildung von Suchhunden und die Suche nach vermissten Menschen spezialisiert. Unterstützt wurden die Helferinnen und Helfer von Mitgliedern der Facebook-Gruppe „Bitte findet Scarlett“ sowie von Scarletts Vater Ralf Salice.
Seit dem 10. September 2020 fehlt von der damals 26-Jährigen aus Bad Lippspringe jede Spur. Eine aufwendige Suchaktion mit Polizei, Bergwacht, Feuerwehr, Hubschraubern, Drohnen und Hundestaffeln war ergebnislos geblieben. Auch „Aktenzeichen XY... ungelöst“ berichtete. Zweieinhalb Jahre nach ihrem Verschwinden wurde das Todesermittlungsverfahren eingestellt - es gibt laut Polizei keine Hinweise auf eine Straftat.
