Schwere Gewitter in Baden-Württemberg: In diesen Regionen droht großer Hagel

Unwetter in Baden-Württemberg drohen.
Alexander Wolf/onw-images/dpaBaden-Württemberg steht vor einer gefährlichen Gewitterlage. Ab Dienstagnachmittag ziehen von Südwesten her kräftige Gewitter auf, die sich bis in den Nordosten des Landes ausbreiten. Örtlich drohen großer Hagel, extremer Starkregen und orkanartige Böen. Die Wetterkarte zeigt, welche Regionen betroffen sind:
Am Dienstag, 4. August, steigt die Unwettergefahr in Baden-Württemberg im Tagesverlauf deutlich an. Zunächst bleibt es in vielen Regionen sonnig, zeitweise ziehen dichtere Schleierwolken durch. Am Nachmittag verdichtet sich die Bewölkung von Südwesten her, gleichzeitig entstehen vielerorts Gewitter.
Grund dafür ist feuchte Luft mediterranen Ursprungs, die nach Süddeutschland strömt. Unter nachlassendem Hochdruckeinfluss wird die Atmosphäre zunehmend instabil. Dadurch können sich innerhalb kurzer Zeit schwere Gewitter entwickeln.
Zunächst sind der Südwesten und Westen betroffen
Die ersten kräftigen Gewitter werden am Nachmittag voraussichtlich im Südwesten Baden-Württembergs erwartet. Dazu gehören unter anderem der südliche Oberrhein, der Schwarzwald und angrenzende Regionen.
Im weiteren Verlauf ziehen die Gewitter nach Nordosten und können damit große Teile des Landes erfassen. Auch in der Mitte, im Norden und im Nordosten Baden-Württembergs muss am Abend mit kräftigen Gewittern gerechnet werden.
Welche Städte und Gemeinden tatsächlich getroffen werden, lässt sich erst kurzfristig bestimmen. Gewitter können sich lokal sehr unterschiedlich entwickeln und benachbarte Orte unterschiedlich stark treffen.
Hagelkörner mit bis zu drei Zentimetern möglich
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes können die Gewitter heftigen Starkregen mit 20 bis 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit bringen. Dazu drohen Hagelkörner mit einem Durchmesser von etwa zwei Zentimetern und Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde.
Vereinzelt sind noch extremere Entwicklungen möglich. Dann können bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit fallen. Der Hagel kann eine Korngröße von rund drei Zentimetern erreichen.
Zusätzlich sind orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde möglich. Solche Böen können Äste abbrechen, Bäume umstürzen lassen und Gegenstände durch die Luft schleudern.
Besonders heiß im Nordosten des Landes
Vor den Gewittern wird es noch einmal schwülheiß. Im höheren Schwarzwald liegen die Höchstwerte bei etwa 30 Grad. Rund um Bad Mergentheim können bis zu 38 Grad erreicht werden.
Der Wetterdienst rechnet weiterhin mit einer starken, gebietsweise extremen Wärmebelastung. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit kann sich die Hitze noch belastender anfühlen.
Abseits der Gewitter bleibt der Westwind schwach bis mäßig. Während kräftiger Gewitter kann der Wind jedoch innerhalb kurzer Zeit erheblich auffrischen.
In der Nacht lässt die Unwettergefahr nach
In der Nacht zum Mittwoch ziehen die Schauer und Gewitter weiter nach Norden. Dabei nimmt die Gefahr schwerer Unwetter zunehmend ab.
Von Süden her lockern die Wolken häufiger auf. In der zweiten Nachthälfte bleibt es in vielen Regionen trocken. Die Temperaturen sinken auf etwa 22 Grad am Rhein und bis zu 16 Grad in Oberschwaben.
Am Mittwoch vor allem Alb und Oberschwaben betroffen
Am Mittwoch können bereits am Vormittag von Südbaden her einzelne gewittrige Schauer aufziehen. Im Laufe des Nachmittags werden Schauer und Gewitter verbreiteter.
Ein Schwerpunkt liegt dann voraussichtlich auf der Schwäbischen Alb und in Oberschwaben. Dort drohen erneut starke und teilweise unwetterartige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen.
Die Temperaturen erreichen noch einmal 28 bis 35 Grad. Damit bleibt es heiß, obwohl allmählich weniger warme Luft nach Baden-Württemberg einströmt.
Süden bleibt auch am Donnerstag gewitteranfällig
In der Nacht zum Donnerstag sind vor allem im Südosten zunächst weitere Schauer und Gewitter möglich. Im Nordwesten bleibt es dagegen meist klar und trocken.
Am Donnerstag konzentriert sich die Gewittergefahr erneut auf die Schwäbische Alb und die südlichen Landesteile. Dort können sich im Tagesverlauf neue Schauer und Gewitter bilden. In der Nordhälfte bleibt es dagegen überwiegend heiter und niederschlagsfrei.
Die Höchstwerte liegen zwischen 25 und 31 Grad. Bei Gewittern sind erneut stürmische Böen möglich.
Ab Freitag beruhigt sich das Wetter
In der Nacht zum Freitag klingen die Schauer und Gewitter im Süden und Südosten allmählich ab. Im Norden bleibt es trocken.
Am Freitag zeigt sich das Wetter in weiten Teilen Baden-Württembergs freundlicher. Nur im Südosten sind bei stärkerer Bewölkung noch einzelne Schauer oder Gewitter möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 Grad auf der Zollernalb und 29 Grad am Rhein.
