Nationalpark Schwarzwald: Gentges droht: Wolf wird abgeschossen, falls Vertreibung misslingt

Für Gentges kommt nur ein Abschuss infrage, sollte der Wolf sich weiter Menschen nähern. (Archivbild)
Christoph Schmidt/dpa- Baden-Württembergs Agrarministerin Gentges erwägt den Abschuss des Hornisgrinde-Wolfs.
- Zunächst laufen „Vergrämungsmaßnahmen“ – ein letzter Versuch, ihn von Menschen abzuschrecken.
- Hält der Wolf weiter keinen Abstand, soll er laut Gentges abgeschossen werden.
- Einen festen Zeitplan gibt es nicht: Die Dauer der Maßnahmen blieb offen.
- Der Wolf nähert sich seit mehr als drei Jahren Spaziergängern, oft unter 30 Metern Abstand.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sollte der Hornisgrinde-Wolf sich weiter nicht von Menschen fernhalten, wird das Tier nach Aussage von Baden-Württembergs Agrarministerin Marion Gentges (CDU) abgeschossen. „Man versucht es jetzt nochmal mit Vergrämungsmaßnahmen“, sagte Gentges im Interview mit den „Badischen Neuesten Nachrichten“ (BNN). „Wenn das nicht gelingt, steht eben am Ende der Abschuss.“
Wie vor wenigen Tagen vom Nationalpark Schwarzwald angekündigt, wolle man zunächst einen letzten Versuch starten, den Wolf umzutrainieren und von Menschen abzuschrecken.
Wie lange diese Maßnahmen durchgeführt werden sollen und wann es zu der potenziellen Entscheidung eines Abschusses kommt, ließ Gentges offen. „Es gibt da keinen exakten Plan, was in so und so vielen Tagen passiert.“

Der Hornisgrinde-Wolf zeigt keine Scheu vor Menschen (Symbolbild).
IMAGO/Silas SteinDer Hornisgrinde-Wolf kommt Spaziergängern - besonders jenen mit Hunden - seit mehr als drei Jahren zum Teil zu nahe und folgt ihnen oft im Abstand von unter 30 Metern. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, den Rüden mit einem Sender auszustatten und zu vertreiben, hatte das baden-württembergische Umweltministerium Anfang des Jahres eine Abschussgenehmigung erteilt. Diese ist seit Mitte März, mit dem Ende der Paarungszeit, ausgesetzt.