STN+STN+Nachhaltige Mode aus Reutlingen
: Diese zwei Frauen machen Wolle aus Hundehaaren

Zwei Unternehmerinnen aus Reutlingen und Berlin verarbeiten zu Garn, was sonst weggeworfen wird: Hundehaare. Eine kluge Idee mit Igitt-Faktor. Warum nicht alle Menschen Hunde-Pullis gut finden.
Von
Christine Keck
Stuttgart
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  • Die Reutlingerin Franziska Uhl (li.) und ihre Berliner Partnerin Ann Cathrin Schönrock wollen Garn aus Hundewolle industriell herstellen lassen.

    Modus Intarsia/Stephanie Braun
  • Ein Pulli aus Hund, der nicht danach riecht: Der Geruchsstoff wird, wie bei anderer Wolle auch, vor, während und nach dem Spinnprozess ausgewaschen. Auch 20 Prozent Alpaka sind in dem Handstrickgarn enthalten.

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  • Im großen industriellen Stil wollen die beiden Gründerinnen Ann Cathrin Schönrock (links) und Franziska Uhl das Garn vertreiben.

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  • Ein neues Paket ist angekommen. Hundehaltern, Vereine und Züchter sammeln die Rohwolle und schicken sie den Unternehmerinnen zu. Dafür bekommen sie pro Kilo zwischen 15 und maximal 45 Euro, je nachdem, wie viele Jahre sie als Sammler mitmachen.

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  • Ein hübscher Samojede, dessen Unterwolle vom Besitzer regelmäßig bei den Gründerinnen abgeliefert wird.

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  • Dank des Gründungsstipendiums Exit können die beiden Frauen ihren Businessplan weiter verfolgen und sich professionalisieren.

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  • Die Reutlinger Textilingenieurin Uhlmann bringt das technischen Wissen mit. Die Berliner Strickdesignerin Schönrock ist die Frau fürs Kreative.

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  • Die flauschige Unterwolle der Samojeden kann nach dem Auskämmen sinnvoll weiterverarbeitet werden.

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  • Die Unterwolle wird versponnen und später zum Teil gefärbt.

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  • In einigen Berliner Läden wird die Wolle bereits verkauft. Eine Spinnerei in Jahnsdorf in Sachsen nimmt die kleinen Chargen an und stellt das Garn her.

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  • Die Unterwolle der Samojeden eignet sich prima zur Herstellung von Garn. Geschorene Oberwolle von Hunden nehmen die Gründerinnen bisher nicht an, sie ist ihnen nicht fein genug.

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  • Kuscheln in einem Pulli mit Hundeanteil.

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