Brand bei BASF in Ludwigshafen
: Ursachenforschung nach Explosion läuft an

Ein großer Knall und dann eine riesige Feuersäule: Nach der Explosion auf dem BASF-Gelände in Ludwigshafen mit mindestens zwei Toten laufen nun die Ermittlungen an.
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red/dpa
Stuttgart
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  • Auf dem Gelände des Unternehmens BASF in Ludwigshafen hat es am Montag eine Explosion gegeben.

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  • Bei dem Feuer kamen mindestens zwei Menschen ums Leben.

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  • Durch den Brand stieg dicker Rauch auf und die Feuerwehr gab eine Gefahrenwarnung heraus.

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  • Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Autofahrer sollten den Bereich großräumig umfahren.

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  • Über dem Norden der Stadt war eine große Raumwolke aufgestiegen.

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  • Es könne zu Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderungen in den nördlichen Stadtteilen kommen, erklärte die Feuerwehr.

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  • Im Landeshafen Nord werden nach Angaben der BASF brennbare Flüssigkeiten und unter Druck verflüssigte Gase umgeschlagen, die Menge liege jährlich bei 2,6 Millionen Tonnen.

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  • Der Hafen ist für die Rohstoffversorgung des Unternehmens von großer Bedeutung.

    Stadt Ludwigshafen
  • Löscharbeiten waren bis zum späten Montag in vollem Gange.

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  • Die dunklen Rauchschwaden waren auch in weiter Entfernung noch zu sehen.

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  • Polizei und Journalisten waren in Ludwigshafen im Einsatz.

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Ludwigshafen - Nach der schweren Explosion auf dem Werksgelände des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen mit mindestens zwei Toten geht am Dienstag die Ursachenforschung weiter. „Das Feuer ist zwar aus“, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Dienstagmorgen. Die Lage sei aber nach wie vor diffus. „Für die Rettungskräfte ist es schwer, an den Unglücksort heranzukommen.“

Am Montagvormittag waren mindestens zwei Mitarbeiter des Unternehmens getötet worden, als es nach einem Brand an einer Rohrleitung des Hafens zu der Explosion gekommen war. Nach Darstellung des Unternehmens war zu diesem Zeitpunkt gerade die Werksfeuerwehr zum Löschen eingetroffen. Zwei Menschen wurden zuletzt noch vermisst, sechs weitere wurden außerdem schwer verletzt.

Ursache, Folgen und Schadenshöhe noch völlig unklar

Die Ursache ist noch völlig unklar. Umweltmessungen in der Luft und am Boden blieben zunächst unauffällig. Eine Wolke aus Rauch und Ruß zog über Teile von Ludwigshafen und dem benachbarten Mannheim hinweg. Anwohner wurden deshalb aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Aus Sicherheitsgründen fuhr die BASF nach der Explosion insgesamt 14 Produktionsanlagen herunter. Zwischen dem Landeshafen Nord und dem Rhein wurden Wassersperren errichtet.

In dem Binnenhafen des Chemiekonzerns werden Flüssiggase, aber auch brennbare Flüssigkeiten verladen. Am Montag fanden nach BASF-Angaben Arbeiten auf dem Gelände statt, es war anfangs aber unklar, ob auch am späteren Explosionsort.

Das Unternehmen konnte anfangs keine Angaben dazu machen, welcher Stoff das Feuer und die Explosion ausgelöst hatte. Die wirtschaftlichen Folgen und die Schadenshöhe sind ebenfalls noch völlig unklar.

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